Der iPod classic war jahrelang der Musikspieler von Apple, 2014 nahm ihn Apple aus dem Programm. Er diente mit seiner großen Festplatte bis zuletzt als großer Musikspeicher, war aber nicht mehr zeitgemäß: keine unempfindliche SSD, sondern eine HDD war verbaut. Eine Cloud- oder iTunes Match-Anbindung gab es nicht, auch keinen Touchscreen, zudem war der Spieler verhältnismäßig groß. Trotzdem verkaufte sich der iPod classic bis zuletzt solide.

Als Grund für die Einstellung nannte Tim Cook fehlende Komponenten, eine Neukonzeption hätte sich dann doch nicht rentiert. Da Apple in den letzten Jahren keine Änderungen an die Spieler mehr vornahm, wurde schon seit längerem über das Ende spekuliert (siehe auch: iPod classic: Totgeglaubte leben länger, aber nicht ewig).

Der iPod von 2001 neben einem iPod touch von 2012.
Der iPod von 2001 neben einem iPod touch von 2012.

2001 präsentierte Apple die erste Generation des iPod (damals noch ohne den Zusatz „classic“), er bot für damalige Verhältnisse beeindruckende 5 Gigabyte Speicher. Zwei Jahre später gab es bereits bis zu 40 Gigabyte, zuletzt waren es 160 Gigabyte. 2004 führte der Hersteller das Farbdisplay ein. Charakteristisch blieb die Bedienung über das Click Wheel.

In den Jahren avancierte das Gerät zu dem Musikspieler schlechthin: Was der Walkman von Sony bei den Kassettenspielern war, wurde der iPod unter den MP3-Spielern. Ein erfolgreiches Produkt, von dessen Aufmerksamkeit auch weitere Apple-Produkte profitieren konnten. Nicht zuletzt konnte der Hersteller mit dem iPod classic den iTunes Store etablieren.

Als Ergänzung und Nachfolger gesellten sich in den letzten Jahren der iPod shuffle, iPod nano, iPod touch und außerdem iPhone und iPad hinzu. Seit Herbst 2014 gibt es in der iPod-Reihe also nur noch folgende Geräte:

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