iMac mit CPU und RAM aufgerüstet – und fast 2000 Dollar gespart

Florian Matthey 2

Was tun, um einen möglichst leistungsfähigen iMac zu bekommen? Ein YouTuber hat als Alternative zu Apples Built-to-Order-Optionen einen günstigeren 27-Zoll-iMac gekauft und diesen mit CPU, RAM und SSD aufgerüstet.

Eigentlich eignet sich ein iMac nicht wirklich ideal zum Aufrüsten: Mit Ausnahme des Arbeitsspeichers lassen sich die Komponenten nur dann austauschen, wenn der Benutzer zunächst das Display entfernt. Dieses ist mit einem Klebeband mit dem Gehäuse verbunden und muss daher vorsichtig herausgelöst werden – für viele Benutzer dürfte das alleine schon der Grund sein, von einem Do-it-yourself-Upgrade abzusehen. Snazzy Labs verwendet für diese Aufgabe das iMac Opening Wheel, das iFixit für rund 8 Euro verkauft.

Wenn das Display erst einmal entfernt ist, tut sich aber eine modulare Überraschung auf: Die CPU ist nicht fest mit dem Logic Board verschweißt, sie lässt sich tatsächlich mit einem anderen mit dem LGA-1151-Standardsockel kompatiblen Intel-Chip austauschen. Das brachte Snazzy Labs auf die Idee, sich den günstigeren Mittelklasse-iMac mit 27-Zoll-Display zu kaufen und diesen mit anderen Komponenten – inklusive der CPU – aufzurüsten. Das Ganze würde, wie er mittlerweile herausgefunden hat, auch mit dem günstigsten 27-Zoll-iMac funktionieren; auch das Einstiegsmodell setzt auf dieselbe CPU-Kühlung, die für das Upgrade eine Voraussetzung ist.

27 Zoll iMac (2017) mit 5K-Display im Test.

Mit dem Upgrade des günstigsten iMac lässt sich so eine Menge Geld sparen: Insgesamt zahlte der YouTuber für den Intel-Core-i7-Chip, eine 2-TB-SATA-SSD von Crucial, 64 GB RAM und Werkzeug sowie das Upgrade der Haupt-SSD auf 512 GB 1672 US-Dollar. Der Basis-iMac selbst kostet 1799 US-Dollar, für das aufgerüstete Top-Modell verlangt Apple wiederum 5299 US-Dollar – die Differenz liegt hier also bei 3500 US-Dollar, so dass die Ersparnis für das Do-it-yourself-Upgrade über 1800 US-Dollar beträgt. Durch einen Verkauf der entfernten CPU und dem RAM dürfte sich eine noch höhere Ersparnis erzielen lassen. Die Kombination aus Haupt-SSD-Upgrade und Crucial-SSD wählte Snazzy Labs, weil nur die von Apple verwendete proprietäre SSD die volle Geschwindigkeit bietet.

Abgesehen davon, dass es nur sehr versierte Bastler schaffen werden, das Upgrade sicher durchzuführen, sollte noch beachtet werden, dass dieser einen Verlust der Garantie mit sich bringt – die natürlich an sich auch einen ordentlichen wirtschaftlichen Wert hat, den diese Rechnung nicht berücksichtigt. Die Upgrade-Möglichkeiten sind aber auch interessant, um einen iMac in einigen Jahren aufrüsten und seine „Lebenszeit“ so verlängern zu können. Snazzy Labs entschied sich schon jetzt für das Upgrade, weil sich so ein Mac mit aktuell maximaler Leistung erstellen lässt, der auch über ein 5K-Display verfügt – solche funktionieren nämlich mit dem aktuellen Mac Pro nicht in voller Auflösung.

Quelle: Snazzy Labs via 9to5Mac

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