Apple-Chefs: iOS und OS X werden nicht verschmelzen

Ben Miller 13

Mit jeder neuen Version werden sich OS X und iOS immer ähnlicher. Doch vollends verschmelzen werden das Mac- und iPhone-Betriebssystem nicht, sagt die Apple-Führungsriege.

Apple-Chefs: iOS und OS X werden nicht verschmelzen

Als Steve Jobs 2007 die erste iPhone-Generation vorstellte und sagte, dass auf dem iPhone das Mac-Betriebsystem OS X zum Einsatz kommt, war der Jubel groß.

Genau genommen ist iOS eine stark modifizierte Form von OS X, die zwar viele Kern-Funktionen des Mac-Betriebsystem mitbringt, aber eben für Touchscreens und nicht zu vergessen für ARM-Prozessoren optimiert ist.

In den vergangenen sieben Jahren hat Apple, natürlich aufgrund des großen Erfolgs von iPhone und iPad, sich primär auf die Weiterentwicklung von iOS konzentriert, aber natürlich nicht OS X vergessen.

Die Erfahrungen, die man mit iOS gesammelt hat, und viele Funktionen von iOS flossen über die Jahre zurück in OS X. Launchpad, App Store, Apple Maps, Mitteilungszentrale – um nur einige zu nennen.

Dementsprechend lag die Vermutung nahe, dass über kurz oder lang iOS und OS X zu einem Omni-Betriebssystem verschmelzen werden – iOS X, wenn man so will.

Im Interview mit Macworld stellten Apples Marketingchef Phil Schiller, Software-Chef Craig Federighi und Bud Tribble, Vizepräsident für Software-Technologie bei Apple, klar, dass man sich bei Apple darüber nicht den Kopf zerbricht.

Wir verschwenden keine Zeit mit dem Gedanken, wie wir diese zwei Betriebssysteme vereinen. Das wäre nur vergeudete Energie„, so Schiller. Er merkte jedoch an, dass es sehr wohl Bestrebungen gibt, Unregelmäßigkeiten zu beseitigen, um Nutzern den Wechseln zwischen iOS und OS X möglichst einfach zu machen, beispielsweise indem die Nachrichten- und Kalender-Apps die gleichen Namen und Icons tragen.

Man kommt nicht umher zwischen den Zeilen des sehr interessanten Interviews Anspielungen auf Microsofts gegensätzliche Betriebssystem-Strategie zu finden, von der die Apple-Führungsriege offensichtlich nicht viel hält.

Es scheint offensichtlich und einfach genug einen Touchscreen auf ein Stück Hardware zu klatschen, aber führt das zu einem guten Nutzererlebnis? Wir glauben nicht„, so Federighi.

Die mageren Verkaufszahlen Windows 8 und Microsofts Surface-Tablets scheinen Federighi recht zu geben.

Quelle: Macworld via 9to5mac

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