macOS 10.14 Mojave: Spiele-Entwickler sind sauer auf Apple

Florian Matthey 3

Der Mac ist ohnehin schon nicht die beliebteste Spiele-Plattform – und mit macOS Mojave könnte es Apple Spiele-Entwicklern noch einmal etwas schwerer machen. Zumindest beschweren sie sich über eine Neuerung, die eigentlich einen positiven Schritt für Spiele darstellen soll.

macOS 10.14 Mojave: Spiele-Entwickler sind sauer auf Apple
Bildquelle: Apple.

macOS Mojave: Auslaufender OpenGL/OpenCL-Support bereitet Sorgen

Mit macOS Mojave möchte Apple noch stärker auf die eigene Grafikkarten-Schnittstelle Metal setzen – und dafür die Unterstützung von OpenGL und OpenCL auslaufen lassen. Für diese beiden Schnittstellen wird es ab der Veröffentlichung von macOS Mojave keine Updates mehr durch Apple geben. Und eben das stört viele Spiele-Entwickler.

Denn: OpenGL und OpenCL sind Open-Source-Schnittstellen, die Entwicklern die Arbeit beim Portieren von Spielen erleichtern. Vor allem gibt es aber eben schon zahlreiche Mac-Spiele, die auf diese Technologien setzen. In zukünftigen macOS-Versionen werden diese möglicherweise gar nicht mehr funktionieren – erst recht, wenn sich Apple in der nächsten Phase entscheiden sollte, OpenGL- und OpenCL-Unterstützung zu entfernen.

Allgemein machen sich Spiele-Entwickler jetzt Sorgen, ob das ohnehin überschaubare Wachstum des Macs als Spiele-Plattform jetzt wieder abgewürgt wird – ob noch mehr Entwickler als bisher einfach die Entscheidung treffen, dass die Programmierung von Mac-Spielen zu aufwendig ist.

macOS Mojave: Apples Fokus auf Metal bringt mehr Leistung

Das Interessante ist, dass viele Spiele-Entwickler sich noch vor einem Jahr freuten, dass Apple in Zukunft stärker auch auf dem Mac auf Metal – das es zunächst nur für iOS-Geräte gab – setzen möchte. Denn auch wenn OpenGL und OpenCL den Vorteil haben, für mehrere Betriebssysteme erhältlich zu sein, so haben sie doch einen erheblichen Nachteil in Sachen Leistungsfähigkeit. Das ist der Grund, warum viele Spiele auf einem Mac besser laufen, wenn der Benutzer Windows installiert.

Der Mac als Spiele-Plattform: Besteht Hoffnung durch Vulkan?

Microsoft setzt mit Windows auf die eigene leistungsfähige Programmierschnittstelle DirectX, die aber wiederum Windows-exklusiv ist. Das schadet dem PC als Spiele-Plattform aufgrund des hohen Marktanteils von Microsoft aber nicht. Wenn Entwickler nun in Zukunft Spiele für verschiedene Betriebssysteme programmieren möchten, müssen sie sich wohl auf eine Arbeit mit DirectX, Metal und OpenGL/OpenCL oder die jüngere Cross-Plattform-Schnittstelle Vulkan einstellen.

Als optische Verbesserung bringt macOS Mojave übrigens einen neuen „Dark Mode“. Wie dieser aussieht, zeigt unsere Bilderstrecke.

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macOS Mojave: So schön sieht der Dark Mode aus.

Vielleicht ist aber Vulkan die größte Hoffnung für Mac-Gamer: Die hinter der Schnittstelle stehende Khronos Group arbeitet an einer Mac-Version der API, die wiederum an Apples Schnittstelle „andockt“. Auch wenn eine solche indirekte Lösung eigentlich nicht ideal für ein hohes Maß an Leistungsfähigkeit ist, sind die ersten Ergebnisse doch besser als bisher mit OpenGL.

Quelle: PC Gamer via MacRumors

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