Arbeitsspeicher auslesen: Welchen RAM habe ich?

Thomas Kolkmann 3

Wenn ihr euren PC aufrüsten möchtet oder festgestellt habt, dass ein RAM-Modul im Rechner defekt ist, müsst ihr vor dem Einbau erst einmal herausfinden, welchen Arbeitsspeicher ihr auf dem Mainboard sitzen habt. In diesem Ratgeber zeigen wir euch, wie ihr ganz einfach die Hardware-Spezifikationen eures RAMs auslesen könnt ohne euren Rechner erst mühevoll auseinander zu bauen.

Der RAM ist ein essenzielle Komponente moderner Rechner, jedoch gibt es verschiedene Bauformen (DIMM, SO-DIMM, etc.), Speichertypen (DDR3, DDR4, etc.) und weitere Spezifikationen, die ihr beachten solltet, wenn ihr euren Arbeitsspeicher erweitern oder austauschen wollt. Wieso der Arbeitsspeicher so wichtig ist, lest ihr hier: Was ist RAM und warum ist es so wichtig?

So baut ihr euren eigenen PC zusammen:

PC zusammenbauen inklusive Mainboard – Anleitung.

Welchen RAM habe ich? – So findet ihr es heraus

Möchte man den RAM aufrüsten oder ein defektes Modul austauschen, dann sollte man wissen, welcher RAM-Typ im eigenen Rechner verbaut ist – sonst kann es passieren, dass man neuen Arbeitsspeicher erwirbt, der mit dem Mainboard nicht kompatibel ist. Dabei gibt es zwei unterschiedliche Methoden, herauszufinden, welche Spezifikationen euer Arbeitsspeicher hat:

  • Die Pragmatiker unter euch können natürlich einfach den Rechner oder Laptop aufschrauben, einen RAM-Riegel entnehmen und auf dem Aufkleber alle benötigten Informationen zum Arbeitsspeicher entnehmen.
  • Ebenso könnt ihr aber auch einfach ein kleine Tool wie beispielsweise CPU-Z installieren, welches euch alle Informationen zum RAM, Mainboard, CPU und vieles mehr ausgibt, ohne erst an eurem Rechner herumschrauben zu müssen.

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Was muss ich beim RAM beachten?

16 GB Ram
Die wichtigsten Informationen sind ganz klar die Bauform und der Speichertyp. Ob euer Rechner beispielsweise DDR3 oder DDR4 verwendet, findet ihr im Programm CPU-Z unter dem Reiter „Memory“ heraus. Für gewöhnlich nutzen Standrechner die DIMM-Bauweise, während Laptops auf SO-DIMM setzen. Um genau herauszufinden, wieviel Speicherbänke ihr besitzt und welche Bauform verwendet wird, solltet ihr am besten die Anleitung eures Mainboards zur Hand nehmen. Wenn ihr diese nicht finden könnt, könnt ihr mit CPU-Z unter dem Reiter „Mainboard“ die genaue Typenbezeichnung herausfinden und die Spezifikationen dann auf der Herstellerseite nachlesen. In der Mainboard-Anleitung findet ihr ebenfalls heraus, wie viel Speicher maximal unterstützt werden.

Aber RAM unterscheidet sich nicht nur vom verwendeten Speichertyp und der Bauform, sondern besitzt natürlich auch unterschiedliche Kapazitäten, Speichertakte und Timings. In der Vergangenheit war es sehr wichtig, dass auch hier die Angaben möglichst nah beieinanderliegen, da sich der Speicher sonst oft nicht miteinander vertragen hat. Heutzutage sind solche Probleme kaum noch vorhanden, weswegen das Mischen von verschiedenen RAM-Riegeln nicht unbedingt mehr zu einer schlechteren Systemstabilität führen muss. Jedoch ist zu beachten, dass sich das Mainboard und die unterschiedlichen RAM-Riegel immer an die Taktfrequenz und Timings des schwächsten RAM-Riegels halten. Das heißt konkret: Wenn ihr beispielsweise einen DDR4-Riegel mit 3200 MHz zu einem anderen Riegel mit 2400 MHz einbaut, werden beide maximal mit einer Taktfrequenz von 2400 MHz laufen.

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Arbeitsspeicher
Neben dem Speicher-Misch-Problem, ist auch der Dual-Channel im wahrsten Sinne „flexibler“ geworden. So konnte man früher nur vom Dual-Channel profitieren, wenn man zwei, drei oder vier Riegel mit derselben Kapazität nutzte. Durch den Flex Memory Mode muss man sich aber auch hier für gewöhnlich bei modernen System keinen Kopf mehr machen. Wenn ihr also beispielsweise einen 8 GB RAM-Riegel mit einem vorhandenen 4 GB RAM-Riegel paart, sollte dank Flex Memory 4 GB des 8 GB Riegels im Dual-Channel mit dem vorhandenen Arbeitsspeicher laufen und die restlichen 4 GB als Single Channel Memory verwendet werden.

Trotz der gewonnen Freiheiten bei der Speicher-Erweiterung, seid ihr mit möglichst ähnlichen Spezifikationen zwischen den RAM-Riegeln immer auf der sichereren Seite. Wenn ihr also die Möglichkeit habt, solltet ihr versuchen RAM-Riegel mit einer ähnlichen Taktfrequenz und Timinigs zu erwerben. Wenn ihr nicht wisst, wir ihr den Arbeitsspeicher richtig einbaut, solltet ihr folgenden Artikel lesen: Arbeitsspeicher aufrüsten und einbauen – So geht’s.

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