Was ist RAM? – Erklärung für Laien & Profis

Robert Schanze 2

Damit ein PC funktioniert, braucht er RAM – also Arbeitsspeicher. Wir erklären, was das ist und warum er benötigt wird.

Was ist RAM?

Die Abkürzung „RAM“ steht für „Random Access Memory“ womit der Arbeitsspeicher von Computern gemeint ist. Übersetzt würde man dazu „Speicher mit wahlfreiem Zugriff“ sagen. Der PC kann also an jeder beliebigen Stelle im RAM-Speicher Daten lesen und schreiben.

Heutzutage sind in modernen Desktop-PCs standardmäßig mindestens 8 GB RAM verbaut. 4 GB RAM genügen schon für einen Office-PC. 8 bis 16 GB RAM sollten es für aufwändige Programme und Spiele sein.

Warum brauchen Computer RAM-Speicher?

Im Computer ist RAM im Grunde eine große Zwischenablage für den Computer. Die Zwischenablage ist vergleichbar mit einem Schreibtisch, auf dem ihr Dokumente oder Büro-Werkzeuge ablegt, verschiebt, bearbeitet und weiternutzt.

  • Das Betriebssystem und installierte Programme erstellen im Betrieb temporäre Daten, die sie im RAM ablegen.
  • Dort werden sie ebenfalls verändert, verschoben und erneut bearbeitet – sofern sie benötigt werden.

Bleibt die Frage, warum man dazu nicht einfach Festplatten-Speicher nutzt. – Weil er zu langsam ist, wie wir weiter unten zeigen.

Übrigens: So findet ihr heraus, welches Mainboard ihr habt. Das ist wichtig, wenn man RAM kaufen möchte:

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Welches Mainboard habe ich? Motherboard herausfinden!

Wie schnell ist RAM im Vergleich zu Festplatte und SSD?

  • Eine Festplatte überträgt Daten in der Regel mit 20 bis 80 MB/s.
  • Eine SSD überträgt Daten zwischen 200 und 500 MB/s.
  • Moderner Arbeitsspeicher überträgt Daten ab 20000 MB/s und aufwärts.

Der RAM-Speicher hat also den großen Vorteil, dass er im Vergleich zu einer Festplatte oder SSD unglaublich schnell ist. Allerdings hat er auch einen Nachteil.

RAM: Unterschied zum Festplatten-Speicher

  • Im Gegensatz zur Festplatte ist der Arbeitsspeicher ein flüchtiger Speicher.
  • Das bedeutet, wenn der Strom weg ist, sind alle Daten auf dem Arbeitsspeicher ebenfalls weg.
  • Bei einer Festplatte bleiben installiertes Betriebssystem, Software und eigene Dateien auch nach einem Stromausfall erhalten – es sei denn, ihr habt eine neu erstellte Datei noch nicht gespeichert.

Wird der Computer ausgeschaltet, wird der RAM also wieder geleert. Aus dem Grund kann man durch einen Neustart auch ein über den Tag langsam gewordenen Rechner wieder beschleunigen.

Anschaulich erklärt: Wie funktioniert ein Computer?

RAM muss voll sein!

Es gibt den Trugschluss, dass man RAM mit speziellen Tools regelmäßig leeren müsse. – Das ist FALSCH!

  • Denn Arbeitsspeicher ist gerade dafür da, gebraucht zu werden.
  • Wenn euer RAM also grundsätzlich halb oder dreiviertel voll ist, dann ist das sehr gut.
  • Ansonsten wäre euer Rechner nämlich extrem langsam, weil er die Daten auf die Festplatte auslagern müsste (siehe obigen Geschwindigkeitsvergleich).

Wenn euer Arbeitsspeicher allerdings ständig randvoll ist, solltet ihr über eine RAM-Aufrüstung nachdenken. Im Windows-Taskmanager seht ihr, wie viel eures Arbeitsspeichers genutzt wird:

Im Task-Manager von Windows seht ihr, wie viel RAM derzeit genutzt wird.
Im Task-Manager von Windows seht ihr, wie viel RAM derzeit genutzt wird.

Fazit zum RAM

Grundsätzlich gilt, je mehr RAM, desto besser. Das heißt, dass ihr – in Kombination mit leistungsfähiger Grafikkarte, starker CPU etc. – viele und aufwändige Programme parallel laufen lassen könnt, ohne dass der Rechner dadurch langsamer wird. Außerdem sollte RAM immer vom Rechner genutzt werden und darf ruhig „voll“ sein.

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