Unterschied DDR3, DDR4 und DDR5? – Einfach erklärt

Robert Schanze

Es gibt verschiedene Arten von Arbeitsspeicher auf dem Motherboard sowie in der Grafikkarte: DDR3, DDR4 und DDR5. Wir erklären euch die Unterschiede der Speichertypen, welcher der Schnellste ist und warum man das nicht wirklich eindeutig beantworten kann.

PC zusammenbauen inklusive Mainboard – Anleitung.

DDR3, DDR4 und DDR5

Arbeitsspeicher beziehungsweise RAM gibt es einmal den, der auf das Motherboard gesteckt wird, und dann noch den, der in Grafikkarten vorkommt. DDR steht dabei für „Double Data Rate“ – doppelte Datenrate. Die Zahl hinter DDR gibt den genauen Speichertyp an: DDR3, DDR4 oder DDR5. Je höher die Zahl, desto neuer und (meist) schneller ist auch der Speichertyp.

Die Intel Prozessoren Skylake und Kaby Lake (beide Sockel LGA1151) unterstützen sowohl DDR3 als auch DDR4. DDR5 ist hingegen noch in Entwicklung und soll frühestens im Jahr 2020 auf den Markt kommen.

Unterschied zwischen DDR3 und DDR4

DDR4-Speicher hat im Vergleich zu DDR3-Speicher eine andere Speicherdichte, Taktung und Spannung. Durch die höhere Anzahl an Kontaktstellen kann DDR4 zwar mehr GB übertragen und eine höhere Taktfrequenz erreichen, allerdings sind die sogenannten Timings auch höher als bei DDR3. Je kleiner die Timings, desto besser. Welche Timings der RAM hat, erkennt ihr an den Zahlen hinter dem Kürzel CL (Column Adress Strobe Latency).

DDR3 (PC) DDR4 (PC)
240 Kontakte 288 Kontakte (schneller)
geringerer Takt höherer Takt (schneller)
geringere Timings (schneller) höhere Timings

Für Gamer ist vor allem die Latenz des RAMs wichtig, die aus Timings und Taktfrequenz berechnet wird. Je kleiner die Latenz, desto schneller werden Daten vom Arbeitsspeicher übertragen. DDR4 hat zwar eine höhere Taktung, DDR3 aber die besseren Timings. In der Praxis kann DDR3-Speicher daher (manchmal) schneller sein.

Außerdem gilt bei DDR4: Die Speicherkanäle müssen nicht blockweise bestückt werden, wie etwa im Dual-Channel-Betrieb, um die Transferrate zu erhöhen. Jeder zusätzliche RAM-Riegel erhöht die Transferrate des gesamten Speichers sofort. Das liegt daran, weil jedes Modul direkt an den CPU-Controller angebunden ist.

Grundsätzlich soll DDR4-Speicher auch eine bessere Signalqualität und eine bessere Fehlerkorrektur aufweisen.

Welchen Speichertyp unterstützt mein Mainboard?

Welchen Speichertyp euer Mainboard unterstützt, findet ihr online bei den Herstellerangaben. Wie ihr euer Mainboard herausfindet, seht ihr in folgender Bilderstrecke:

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6 Bilder
Welches Mainboard habe ich? Motherboard herausfinden!

Alternativ könnt ihr auch mit dem Tool CPU-Z herausfinden, ob ihr derzeit DDR3, DDR4 oder DDR5-Speicher nutzt, siehe: Arbeitsspeicher auslesen: Welchen RAM habe ich? Die Software liest dabei Informationen aus Motherboard und verbautem Arbeitsspeicher aus. Wer auf Nummer sicher gehen will, schlägt sein Mainboard aber nach und schaut direkt in der Anleitung, welche Typen unterstützt werden.

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