Deutsche Pro-Gamer werden vom Finanzamt unter die Lupe genommen

Marvin Fuhrmann

Die deutsche eSport-Szene gerät in das Visier des Finanzamtes. In NRW wurden zahlreiche Organisationen aufgefordert, ihre Bücher gegenüber den Behörden offenzulegen. Was passiert jetzt mit den eSport-Teams?

Laut dem Branchendienst „Steuertip“ (via GamesWirtschaft) wird die deutsche eSport-Szene vom Finanzamt unter die Lupe genommen. Demnach soll die Abteilung ARES (Analyseeinheit für risikoorientierte Ermittlungen im Bereich der Steueraufsicht) eine Vorfeldermittlung ins Leben gerufen haben, die Teams, Veranstalter und Spieler in NRW in den Mittelpunkt rückt. NRW gilt als einer der größten Standorte der eSport-Szene. Gerade Köln beheimatet viele professionelle Zocker.

Overwatch hat sich inzwischen auch im eSport etabliert.

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Die Ermittlungen drehen sich nun um die Verträge der einzelnen Spieler, die erhaltenen Preisgelder der Teams sowie Sponsoreneinnahmen, Lohngehälter und Steuern, die die Unternehmen bislang gezahlt haben. Ob dadurch einige Teams in Not geraten, muss sich noch zeigen. Sicher ist: Wer seine Bücher bislang nur halbherzig geführt hat oder einige Zahlen gegenüber dem Finanzamt verschwiegen hat, bekommt jetzt mächtigen Ärger mit der Behörde.

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Der eSport-Bereich in Deutschland wächst immer weiter. Laut GamesWirtschaft soll dieser bereits im aktuellen Jahr bei einem Umsatz von circa 90 Millionen Euro liegen. Für die kommenden Jahre wird noch ein weiteres Wachstum prognostiziert.

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