Die Parteien der großen Koalition wollen den E-Sport in Deutschland vollständig als eine eigene Sportart anerkennen lassen. Das geht aus dem kürzlich geschlossenen Koalitionsvertrag zwischen der CDU und der SPD hervor.

 
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Nachdem die Zukunft des E-Sports in einer Arbeitsgruppe der Regierung thematisiert wurde, ist diese Nachricht ist ein großer Schritt auf dem Weg zur Anerkennung für den E-Sport im deutschen Raum. Allerdings muss das 177-seitige Papier noch von mehreren Gremien der CDU und SPD verabschiedet werden.

Neben der vollständigen Anerkennung sollen die olympischen Perspektiven für E-Sports neu verhandelt werden. Im letzten Jahr berichteten wir bereits darüber, dass das internationale Olympiakomitee eine Teilnahme von E-Sportlern an der Olympiade in Erwägung zog, sich aber mit der Entscheidung schwertat.

Hannes Jagnow, Präsident des deutschen E-Sport Bundes (ESBD), zeigte sich sehr erfreut über diese Wendung der Dinge:

„Das ist ein massiver Schritt nach vorne für den E-Sport in Deutschland. Mit dem Verhandlungsergebnis bekennen sich die Verhandlungspartner umfassend zum eSport als Teil der deutschen Sportgesellschaft (...) Wir hoffen, dass wir in diesem Jahr noch erleben, was für deutsche E-Sportlerinnen und E-Sportler für über 20 Jahre ein Traum blieb: die politische, rechtliche und gesellschaftliche Anerkennung als Sportart.“

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Laut Jagnow wird es dem ESBD nach der Anerkennung möglich sein, Förderungen für Sportmittel und Sportstätten zu beantragen. In anderen Ländern wie beispielsweise Russland und China wird der E-Sport schon seit einiger Zeit als Sportart anerkannt. In Südkorea ist StarCraft 2 sogar der inoffizielle Nationalsport des Landes.