Linux: ZFS einfach erklärt

Robert Schanze

ZFS ist eines der besten Dateisysteme, die es gibt. Aber warum und was genau ist es? Wir erklären ZFS im Linux-Ratgeber.

ZFS wird von einigen Linux-Betriebssystemen unterstützt. ZFS stand ursprünglich für Zettabyte File System, mittlerweile ist das aber überholt und ZFS steht nur noch für ZFS.

Warum ist ZFS besser?

Anders als andere Dateisysteme ist ZFS ist nicht nur ein Dateisystem, dass Dateien systematisch verwaltet, es kann auch mehrere Volumes oder Raid-Systeme verwalten. Zusätzlich erstellt es dabei Checksummen, anhand derer geprüft wird, ob eine Datei vollständig und richtig gespeichert ist. Falls nicht, kann das Dateisystem die Daten automatisch wiederherstellen.

Vorteile Nachteile
ZFS ist Dateisystem, Volume- und Raid-Manager in einem Hoher Speicherbedarf
ZFS nutzt integrierte Checksummen zur Fehlerprüfung Ab 80 Prozent Speicherbelegung kann ein Leistungsverlust eintreten

ZFS ist darüber hinaus ein 128-Bit-Dateisystem. Damit man sich vorstellen kann, was das in der IT-Welt bedeutet, haben wir hier ein Zitat von Jeff Bonwick (Chefentwickler ZFS):

„Ein 128-bit-Dateisystem zu füllen, würde die quantenmechanische Grenze irdischer Datenspeicherung übersteigen. Man könnte einen 128-bit-Speicher-Pool nicht füllen, ohne die Ozeane zu verdampfen.“

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Entstehung und Verwendung von ZFS (on Linux)

  • 2001 wurde ZFS für das Betriebssystem Solaris entwickelt.
  • 2005 wurde der ZFS-Code unter der CDDL-Lizenz freigegeben.
  • Unix-Derivate übernahmen den Code und es entstand etwa zfs-fuse.
  • FUSE (Filesystem in Userspace) lief aber nicht so stabil und sicher wie die neueste Entwicklung „ZFS on Linux“.
  • Bis Anfang 2013 wurde versucht, „ZFS on Linux“ in den Linux-Kernel zu integrieren.
  • Das ist aber zunächst aus lizenzrechtlichen Gründen gescheitert.

Allerdings lässt sich ein selbst kompiliertes Kernel-Modul, etwa in Ubuntu über ein PPA, sehr einfach einbinden. Seit 2013 ist „ZFS on Linux“ marktreif und wird für Produktivsysteme empfohlen. Heute entwickeln Oracle (als Bestandteil von Solaris) und OpenIndiana das Dateisystem ZFS getrennt voneinander weiter. Daher ist ZFS kompatibel mit Solaris 10, OpenSolaris, OpenIndiana und FreeBSD.

Quelle: ubuntuusers.de

Ich habe mit Windows 3.1 angefangen und finde Windows 7 immer noch sehr gut. Mittlerweile ist Linux Mint (Cinnamon) mein Favorit, da Windows 10 Wege geht, die ich nicht immer gut finde. Welches Betriebssystem findet ihr heute am besten?

Habt ihr ZFS schon ausprobiert? Falls ja, schreibt uns in die Kommentare, ob ihr damit Probleme hattet und ob es im Alltag für Endanwender und Unternehmen gleichermaßen geeignet ist.

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