Statt einen Linux-USB-Stick zu kaufen, könnt ihr euch auch schnell selbst einen USB-Stick erstellen, von dem sich eure Lieblings-Distribution booten lässt. Wir zeigen mit diesem Linux-Tipp, wie das geht.

Das benötigt ihr

  1. USB-Stick mit 8 GB Speicherkapazität (Achtung, alle Daten gehen darauf verloren!).
  2. Installiert das Programm Linux Live USB Creator.
  3. Die ISO-Datei eurer gewählten Linux-Distribution.

Die ISO-Dateien für die beliebtesten Linux-Betriebssysteme findet ihr hier:

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Unsere Top 3 Linux-Browser

Linux-USB-Stick erstellen

Zeitaufwand: ~ 12 Minuten

  1. Öffnet das Programm Linux Live USB Creator und wählt oben euren USB-Stick aus. Ihr erkennt ihn meistens an der Speicherkapazität.
  2. Darunter klickt ihr auf die Schaltfläche ISO / IMG / ZIP und gebt eure heruntergeladene ISO-Datei eurer Linux-Distribution an.

  3. Eine Persistenz (Dauerhaftigkeit) müsst ihr nur angeben, wenn ihr den USB-Stick als Live-System benutzen wollt und durchgeführte Änderungen auf dem Stick gespeichert werden sollen. Standardmäßig setzt sich ein Live-System ansonsten wieder auf den ursprünglichen Zustand zurück. Die Größe, die ihr hier angeben könnt, ist abhängig von der Größe eures USB-Sticks. 0 bedeutet keine Persistenz (Standard).
  4. Unter Optionen setzt ihr überall ein Häkchen. Angelegte Dateien verstecken bedeutet, dass bis auf einen VirtualBox-Ordner alle Dateien des Boot-Sticks für Windows nicht angezeigt werden. Das ist dann hilfreich, wenn ihr den USB-Stick zusätzlich noch für etwas anderes als nur einen Live-Stick benutzen wollt.
  5. Klickt unten auf das Blitz-Symbol, um den Linux-USB-Stick zu erstellen.
  6. Bestätigt die Hinweismeldung mit OK. Alle Dateien auf dem USB-Stick werden dabei gelöscht.

Nutzt das Tool Rufus, falls ihr Probleme bei der Erstellung des USB-Sticks habt. Das Programm kann ebenfalls bootfähige USB-Sticks von ISO-Dateien erstellen .

Falls ihr euch noch unschlüssig seid, welche Linux-Distribution ihr nutzen wollt, schaut euch unsere Bilderstrecke an:

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Top 10 Linux-Distributionen im Vergleich

Nach der Fertigstellung des USB-Sticks steckt ihr ihn an einen PC und bootet den Rechner davon. Unter Umständen müsst ihr im BIOS des PCs noch die Bootreihenfolge ändern, sodass erst vom USB-Stick gebootet wird, bevor das installierte Betriebssystem von der Festplatte startet.

Welches Betriebssystem findest du am besten? (Desktop)

Robert Schanze
Robert Schanze, GIGA-Experte für Windows, Android, Linux und Software.

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