Was bedeutet DECT-Telefon? Einfach erklärt

Robert Schanze

Was ist eigentlich ein DECT-Telefon? Wir erklären euch, wie die Technik funktioniert, wie die Reichweite aussieht und was ihr bei DECT-Telefonen an der Fritzbox beachten müsst.

In unserem Video erklären wir, was DECT bedeutet:

Das bedeutet DECT.

Was bedeutet DECT-Telefon?

Ein DECT-Telefon ist ein Schnurlos-Telefon, das den Funk-Standard DECT nutzt:

  • DECT steht für Digital Enhanced Cordless Telecommunications, früher auch: Digital European Cordless Telephony.
  • Der Standard bestimmt, wie die Signale kabellos übertragen werden, und wurde im Jahr 1993 eingeführt.
  • In Europa funkt DECT in den Frequenzen zwischen 1880 bis 1900 MHz.

Ein DECT-Telefon ist zwar schnurlos, funkt aber innerhalb eines bestimmten Umkreises immer zu seiner Basisstation. Wenn ihr außerhalb der Reichweite der Basisstation seid, könnt ihr nicht telefonieren. Daher spricht man bei DECT auch vom „Standard der schnurlosen, ortsgebundenen Telefone“.

Hinweis: Im Gegensatz zur Mobilfunktechnologie ISDN ist DECT nur ein Funk-Standard. Mehr dazu im Abschnitt So funktioniert DECT.

Reichweite und Anwendung von DECT

  • In Gebäuden kann die Reichweite um die 50 Meter betragen.
  • Im Freien können es auch 300 Meter sein.

Der große Vorteil von DECT ist die einfache Einrichtung und die Mobilität in einem bestimmten Bereich: Mittlerweile gibt es in fast jedem Unternehmen DECT-Telefone, um im Betrieb überall erreichbar zu sein (Betriebs-Telefon für die Hosentasche). Um den gesamten Betrieb mit dem DECT-Netz abzudecken, können einzelne DECT-Basisstationen kombiniert werden, die im Betrieb verteilt sind. Der Wechsel von einer Basisstation zu einer anderen während eines Gesprächs wird Handover genannt und erfolgt automatisch.

Damit alle DECT-Telefone im DECT-Netz unterschieden werden können, identifizieren sie sich an Basisstationen mit einer eindeutigen IPUI (International Portable User Identity).

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So funktioniert DECT

DECT ist nur ein Standard, der bestimmt wie Signale übertragen werden. Es ist keine eigene Mobilfunktechnologie wie ISDN, GSM, UMTS oder LTE, da eine zentrale Verwaltung fehlt. Bei DECT übernimmt das eine extra angeschlossene Telefonanlage oder ein Kommunikationsserver.

So funktioniert’s (vereinfacht erklärt):

  1. Die Basisstation sendet permanent ein sogenanntes Beacon-Signal, das Informationen für den Rufaufbau enthält. Quasi: „Ich bin hier, wenn wer telefonieren will, meldet euch hier an! Hier sind die Infos dazu.“
  2. Das DECT-Telefon in er Nähe synchronisiert sich mit dem Beacon-Kanal und die Zugangsberechtigungen werden festgelegt.
  3. Wenn jemand über das Telefon telefoniert, wird ein Kanal dafür im DECT-Netz reserviert.

Die Bundesnetzagentur hat die Betriebserlaubnis für DECT bis zum 31. Dezember 2025 verlängert.

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DECT-Telefon für Fritzbox

Damit ein DECT-Telefon an der Fritzbox eingerichtet werden kann, muss es den Funk-Standard DECT-GAP unterstützen. Das ist bei fast allen DECT-Telefonen der Fall.

  1. In den Fritzbox-Einstellungen könnt ihr das Telefon unter Telefonie, Telefoniegeräte einrichten.
  2. Klickt dazu auf den Button Neues Gerät einrichten.
  3. Im Verlauf wählt ihr dann Telefon (mit und ohne Anrufbeantworter) aus und aktiviert im folgenden Fenster die Option DECT (Schnurlostelefon).

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