Was ist ein Blockbuster? Das GIGA-Filmlexikon

Martin Maciej

Kaum ein Tag vergeht, ohne dass ein „Mega-Blockbuster“ im Fernsehen oder Kino angekündigt wird. Den Begriff hört man regelmäßig. Doch was ist ein Blockbuster eigentlich? Und woher stammt der Ausdruck?

Spricht man von einem Blockbuster, meint man damit einen sehr erfolgreichen Kinofilm.

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Was ist ein Blockbuster? Definition und Bedeutung

Zu den bekanntesten Blockbustern gehören also „Avatar: Aufbruch nach Pandora“, „Titanic“, „Star Wars: Das Erwachen der Macht“ und „Jurassic World“.

  • Übersetzt bedeutet der Ausdruck „to bust“ „sprengen“.
  • Ein „Blockbuster“ sprengt also einen Block.
  • Wird ein Film so bezeichnet, meint man in erster Linie keinen anspruchsvollen Film, der mit einer ausgeklügelten und tiefgründigen Story überzeugt.
  • Stattdessen ist der Erfolg an den Kinokassen ausschlaggebend für die Vergabe des Titels.
  • Der Begriff hat sich in den frühen 60er-Jahren für kommerziell erfolgreiche Filme etabliert.
  • Erste „Blockbuster“ waren Ben Hur, West Side Story und Lawrence von Arabien.
  • In den Siebziger Jahren haben vor allem „Der Weiße Hai“ und der erste Star-Wars-Film den Begriff geprägt.

 

Der Begriff selbst hat jedoch einen viel ernsteren Hintergrund. Ursprünglich wurden hierdurch Fliegerbomben im Zweiten Weltkrieg bezeichnet. Bomben dieser Art konnten ganze Häuserblocks in die Luft sprengen. Insbesondere britische Bomben wurden so bezeichnet.

Was ist ein Blockbuster? Definition und Bedeutung

Wie kommt es dann dazu, dass heutzutage erfolgreiche Filme als Blockbuster bezeichnet werden? Als sich der Begriff etablierte, bildeten sich vor Kinoeingängen noch lange Menschenschlangen. Die Schlangen windeten sich um Häuserblocks, die entsprechenden Filme waren Schuld daran.

Bei uns findet ihr viele weitere Definitionen gängiger Filmbegriffe:

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Der österreichische Filmemacher Hans Schleugl sieht noch einen anderen Ursprung im Begriff: In den 30er-Jahren mussten Kinos mehrere Filme auf einmal, also in einem Block buchen. Vorgabe war, diese Filme innerhalb eines festgesetzten Zeitrahmens zu spielen. Längere Filme brachten diesen Zeitrahmen durcheinander, „sprengten“ diesen also bildlich.

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