Second Life: Hacker klauen von Spielern gemachte Lootboxen, schlagen daraus Profit

Lisa Fleischer 2

Second Life ist dafür bekannt, dass Inhalte von Spielern selbst erstellt und dann gegen Echtgeld verkauft werden können. Hacker haben jetzt herausgefunden, wie sie solche Inhalte duplizieren und weiterverkaufen können.

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Neben der Erstellung und dem Import von eigenen Inhalten macht Second Life besonders, dass die In-Game-Währung Linden gegen Echtgeld eingetauscht werden kann. Gerade deshalb hat sich inzwischen ein richtiger Markt um das Spiel entwickelt.

Du kannst nicht nur bestimmte Items anderer Spieler auf dem offiziellen Second Life-Marktplatz erwerben, sondern auch an dem beliebten Mini-Spiel Gasha teilnehmen. Zahlst du 50 Linden (umgerechnet 0,25 Dollar) ein, bekommst du ein zufälliges Item, das entweder gewöhnlich oder sogar selten ist.

So viele aktive Spieler hat Second Life noch

Prinzipiell lässt sich Gasha also mit den gerade heftig diskutierten Lootboxen vergleichen – mit dem Unterschied, dass jeder Gegenstand, den du erhältst, Echtgeld wert ist und die Einnahmen der Gasha-Box nicht etwa an den Entwickler Linden Lab’s, sondern an den Ersteller des Items geht. Und selbst, wenn du Gasha nicht gut findest, kannst du so gut wie jeden Gegenstand auch direkt über den Marktplatz erwerben.

Normalerweise lassen sich diese Gegenstände, die du über Gasha gewinnen kannst, nicht vervielfältigen; verkaufst du sie einmal, verschwinden sie aus deinem Inventar. Wie die Seite PC Gamer berichtet, scheinen Hacker jetzt aber herausgefunden zu haben, wie sie die Gegenstände aus dem Gasha-Minispiel trotzdem so oft duplizieren können, wie sie wollen. Anschließend verkaufen sie diese auf dem Marktplatz.

Darum sind wir an der Lootboxen-Kontroverse selber schuld

User wurden darauf aufmerksam, weil sie bemerkten, dass einige Items auf dem Marktplatz in fast unendlicher Ausführung zu sehr kleinem Preis angeboten wurden. Ganze Unternehmen, die sich im Spiel durch ihre hochwertigen Produkte etabliert hatten, wurden dreist kopiert und unterboten. Weil sich einige Nutzer ihren realen Lebensunterhalt mit dem Spiel verdienen, stehen durch die Betrugs-Masche ganze Existenzen auf dem Spiel – nicht nur von den Erstellern, sondern auch von Spielern, die auf ehrliche Weise mit in Gasha gewonnenen Items Geld machen wollten.

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Entwickler Linden Labs rollte zwar schon ein Update aus, das den Bug, den sich die Betrüger zu Nutze machen, beheben sollte. Trotzdem gibt es immer noch massig billige Angebote auf dem Marktplatz, die auf Gasha-Kopierer zurückzuführen sind. PC Gamer empfiehlt deshalb, nicht auf dem Marktplatz, sondern im Spiel selbst einzukaufen.

Hast du einen Account bei Second Life und bist du vielleicht selber schon über die billigen Angebote auf dem Marktplatz aufmerksam geworden? Schreibe deine Erfahrung mit dem Spiel in die Kommentare.

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