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9-Euro-Ticket: ADAC verrät, was ihr bei Ausfall und Verspätung tun müsst

Das 9-Euro-Ticket ist eine Herausforderung fürs deutsche Nahverkehrsnetz. (© IMAGO / Rene Traut)
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Das 9-Euro-Ticket hat sich zu einer echten Herausforderung für den deutschen Nah- und Regionalverkehr entwickelt. Volle Züge und mehr los auf den Schienen, da wundert es nicht, wenn auch mal etwas Sand im Getriebe landet. Der zeigt sich bei DB und Co. dann in der Regel in Verspätungen oder gar Zugausfällen. Was Besitzer eines 9-Euro-Tickets dazu wissen müssen, verrät der ADAC.

Wer mit dem 9-Euro-Ticket fährt oder während der drei Monate, in denen es insgesamt gültig ist, kennt die Sorge um überfüllte Züge. Zwar sind Deutsche Bahn und Co. bisher besser durch den Sommer mit extrem hohen Fahrgastaufkommen gekommen, als mancher vermutet hatte. Doch Zwischenfälle gibt es trotzdem immer wieder, die zu Verspätungen und Ausfällen eurer Verbindung führen können.

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Nachteil beim 9-Euro-Ticket: Bei Verspätung sehr ihr kein Geld

Was ihr tun könnt, wenn es tatsächlich dazu kommt, verrät Rechtsexpertin des ADAC im Video (oben). Dabei gibt es gleich zu Beginn erstmal eine bittere Enttäuschung für Besitzerinnen und Besitzer des 9-Euro-Tickets: Auf eine Erstattung der Fahrtkosten braucht ihr nicht hoffen, wenn der Zug zu spät kommt.

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Im Normalfall habt ihr ab 60 Minuten Verspätung Anrecht auf 25 Prozent eures Fahrkartenpreises, ab 2 Stunden Verspätung könnt ihr die Hälfte zurückverlangen. Das Problem: Bei Zeitfahrkarten wie dem 9-Euro-Ticket deckelt die Deutsche Bahn mögliche Erstattungen bei 25 Prozent. Gleichzeitig werden erst Erstattungen ab einem Wert von 4 Euro oder mehr ausgezahlt. Wer das 9-Euro-Ticket also nutzt und von Verspätungen betroffen ist, fällt unter die sogenannte Bagatellgrenze und geht leer aus.

Dafür habt ihr aber Anspruch auf eine Hotelübernachtung, falls ihr wegen einer Verspätung ab 60 Minuten aufwärts am gleichen Tag nicht mehr weiter kommt. Die Kosten müssen euch im Fall der Fälle DB und Co. erstatten. Falls der Zug mal unterwegs wegen eines Defekts liegen bleibt, muss man euch außerdem weiter befördern.

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Ein Taxi solltet ihr nur in seltenen Fällen nutzen, denn die gesetzlichen Grenzen, innerhalb derer die Bahn die Kosten tragen muss, sind sehr eng gesteckt. Rechnet besser nicht damit, dass es klappt. Außerdem gibt es eine Obergrenze von 80 Euro. Wer eine längere Fahrt braucht, bleibt auf den Kosten sitzen.

Umsteigen bei Verspätung: IC und ICE sind tabu

Eine Zugbindung gibt es beim 9-Euro-Ticket nicht. Eigentlich seid ihr ab 20-minütiger Verspätung berechtigt, eine andere Verbindung zu nutzen. Sogar der Umstieg in einen höherpreisigen Zug ist dann in der Regel kein Problem. Das 9-Euro-Ticket bietet aber eine so starke Vergünstigung im Gegensatz zum normalen Fahrtpreis, dass ihr bei der DB trotzdem nicht einfach in Fernverkehrszüge wechseln könnt.

Trotz 9-Euro-Ticket: So werdet ihr zum Schwarzfahrer

Besonders wichtig: Wer das 9-Euro-Ticket nutzt, muss sich ausweisen können. Weil die Fahrscheine personalisiert sind, können Kontrolleure überprüfen, ob die Angaben auf eurem Ausweis und der Fahrkarte übereinstimmen. Das gilt auch, wenn ihr ein digitales Ticket auf dem Handy nutzt. Fehlt dann mal der Perso oder ist euer Smartphone-Akku leer, müsst ihr damit rechnen, dass ihr nicht weiterfahren könnt – und teuer kann es auch werden.

Wer diese Tipps des ADAC kennt und beherzigt, ist aber gut gerüstet für die letzten Wochen des 9-Euro-Tickets – auch wenn es nochmal voller wird.

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