Zwar werden E-Autos immer beliebter, doch das ein oder andere Schreckgespenst schwebt noch über ihnen. Der eine macht sich Sorgen um die Reichweite, andere um Gefahren, die vom Akku ausgehen. Doch wie der ADAC in seiner Pannenstatistik beweist, gibt es für Letzteres keinen Grund.

 

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ADAC beruhigt E-Auto-Käufer: Akku nicht das Hauptproblem

Viele Interessenten, die über den Kauf eines E-Autos nachdenken, machen sich Sorgen um den Akku. Wie schnell lässt er sich laden, welche Reichweite schaffe ich mit einer Ladung? Entlädt sich der Akku im Winter schneller wie die Startbatterie bei einem Verbrenner? Kann der Akku sogar gefährlich werden? Schließlich gibt es Fälle wie bei Hyundai, in denen dort Feuer ausgebrochen ist.

Manche Bedenken sind durchaus nachvollziehbar, dass sie wegen des Akkus aber unnötig sind, zeigt die aktuelle Pannenstatistik des ADAC. Die Autoexperten haben darin zum ersten Mal auch speziell die Pannenrisiken für Elektroautos aufgeschlüsselt und kommen für künftige Käufer zu einem beruhigenden Fazit: „Spezifische Elektroauto-Bauteile wie Akku, Elektromotor oder Ladetechnik sind (...) sehr zuverlässig und nur für 4,4 Prozent der Pannen verantwortlich.“

Das Ergebnis kriegt nur einen kleinen Dämpfer, weil E-Autos noch deutlich jünger sind als durchschnittliche Verbrenner. Daher könnten Verschleißerscheinungen in den nächsten Jahren zunehmen, wenn die ersten E-Autos in die Jahre kommen, so der ADAC. Schon jetzt warnt der ADAC allerdings vor der Wallbox EVBox Elvi, hier besteht die Gefahr eines Stromschlags.

Elektroautos stehen einige Hürden im Weg, auch aus Unwissenheit. Mit diesen fünf Mythen aus unserem Video solltet ihr brechen:

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12-Volt-Batterie ist Pannenursache Nummer 1 bei allen Autos

Was die Häufigkeit möglicher Pannen angeht, müssen sich potenzielle Käufer eines Elektroautos hingegen nicht umstellen: Auf Platz 1 der Pannenursachen stehen entladene oder defekte 12-Volt-Batterien, bei herkömmlichen wie bei Elektroautos. Hier zeigt sich auch ein kleiner Nachteil von E-Autos: Die Bordbatterie versagt laut ADAC mit 54 Prozent aller E-Auto-Pannen etwas häufiger (rund 8 Prozent) als bei Diesel oder Benziner. Das kann an der stärkeren Beanspruchung durch mehr Bordelektronik liegen.

Das Problem, wenn die Batterie versagt, ist übrigens das gleiche wie immer: Die 12-Volt-Batterie aktiviert beim E-Auto den Akku wie sie sonst den Motor startet. Stellt sie den Dienst ein, bleibt der Wagen stehen – ob voll aufgeladener Akku oder frisch betankt mit Benzin oder Diesel macht da keinen Unterschied.

In der Pannenstatistik zeigen sich auch interessante Auswirkungen der Pandemie: So haben 2020 im Vergleich zu 2019 die Pannen wegen eines Batteriefehlers insgesamt deutlich zugenommen, weil viele Autos lange standen. Aus dem gleichen Grund gab es hingegen sehr viel weniger Reifenpannen.