Mit dem Trendspiel Among Us haben die Entwickler Innersloth das große Los gezogen. Das ruft zahlreiche Nachahmer auf den Plan, die ebenfalls ein Stück vom Kuchen abhaben wollen. Einer davon ist besonders dreist.

 

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Pretend: Billiger Among-Us-Abklatsch landet auf Steam

„Lieber gut geklaut als schlecht selber gemacht.“ Das scheint sich auch der Entwickler whitesquare gedacht zu haben, als er sein Spiel Pretend auf Steam veröffentlicht hat. Ein kurzer Blick in den offiziellen Gameplay-Trailer reicht vollkommen aus, um festzustellen: Das Spiel ist ein dreister Among-Us-Klon.

Dabei bedient sich der Entwickler nicht nur am Grundprinzip des aktuellen Trendspiels, sondern klaut kurzerhand auch einen Großteil der Optik und der Animationen. Lediglich bei den Minispielen scheint man eigene Ideen umgesetzt zu haben. Zudem wurden die Rollennamen der Spieler leicht abgeändert. So heißt der „Impostor“ nun „Pretender“, „Crewmates“ werden als „Employees“ betitelt.

Pretend – offizieller Steam-Trailer

Among-Us-Kopie: Was macht Pretend anders?

Obwohl Pretender sich aktuell noch in der Early-Access-Phase befindet und die Parallelen zu Among Us kaum zu übersehen sind, haben inzwischen rund 600 Leute das Spiel auf Steam bewertet. Für einige Spieler mag der Among-Us-Klon tatsächlich als günstige Alternative zum Original fungieren. Denn während Among Us auf Steam 3,99 Euro kostet, verlangen die Entwickler von Pretend aktuell nur 0,79 Euro für ihr Spiel.

Außerdem erlaubt es euch Pretender mit bis zu 15 Spielern gleichzeitig zu spielen. Zum Vergleich: Bei Among Us können maximal 10 Spieler zusammen einer Lobby beitreten. Zudem gibt es in Pretender einen Ingame-Voice-Chat, der es Spielern ermöglicht, sich zu unterhalten, wenn sie sich nah beieinander befinden. Laut den Aussagen einiger Kunden scheint das Feature jedoch alles andere als zuverlässig zu funktionieren.

„Moment, das kenne ich doch!“ Manche Entwickler kopieren lieber bekannte Spiele, anstatt sich selber etwas einfallen zu lassen:

Zudem wird Pretend von vielen weiteren Problemen geplagt. So wird die Kill-Animation etwa auch dann abgespielt, wenn der Cooldown noch gar nicht abgelaufen ist. Auch Verbindungsabbrüche scheinen aktuell noch zum Alltag zu gehören.

Besonders besorgniserregend ist, dass einige Spieler vermuten, dass während der Nutzung des Spiels im Hintergrund ein Bitcoin-Miner läuft. Denn selbst High-End-Systeme mit einem Intel Core i9-10900K werden bei der Nutzung des kleinen Indie-Spiels bis zu 40 Prozent ausgelastet. Ob das Spiel im aktuellen Zustand einfach noch nicht optimiert wurde, oder im Hintergrund tatsächlich weitere Programme laufen, kann zum aktuellen Zeitpunkt niemand sagen.