Apples teuerstes Display sorgt für Ärger: Hat der Hersteller den Bogen überspannt?

Holger Eilhard 8

Mit dem Pro Display XDR hat Apple wie versprochen ein professionelles Display vorgestellt, welches perfekt zum neuen Mac Pro aber auch älteren Macs passt. Für viele Nutzer ist dieser Monitor aber unnötig und viel zu teuer, was nun zu Kritik aus der Fangemeinde führte.

Pro Display XDR: Nutzer fordern günstigeren Apple-Monitor

Bereits vor mehr als zwei Jahren versprach Apple einer kleinen Runde von ausgewählten Journalisten die Entwicklung eines neuen Mac Pro und Displays. Viele Apple-Fans erhofften sich seitdem, dass Letzteres auch ohne den erwartet hochpreisigen Mac Pro finanziell vertretbar sein würde. Nach der Vorstellung der beiden neuen Geräte im Rahmen der WWDC 2019, wurde jedoch schnell klar, dass Apple für Normalkunden kein neues „Thunderbolt Display“ im Angebot haben wird.

Seit der ersten Präsentation sind nun einige Tage vergangen und in Apples Fangemeinde kristallisiert sich diese Realisation nun langsam heraus. So wünscht sich etwa Stephen Hackett ein „5K Thunderbolt Display“, da er für seine Arbeit kein absolut genaues Profi-Display wie das Pro Display XDR benötigt. Dieser fiktive Monitor könnte etwa auf dem Display des 5K-iMac basieren.

Wie beim damaligen Thunderbolt Display könnte dieser Bildschirm über nur ein einziges Kabel mit dem Mac verbunden werden und diesen, im Falle eines portablen Mac, zeitgleich mit Strom versorgen. Ein modernes Display mit P3, True Tone und Night Shift, eben genauso wie im iMac, nur ohne einen eingebauten Computer.

Etwas verschärft ist diese Angelegenheit in den USA, da dort das vielerorts kritisierte und zu Beginn von Problemen geplagte LG UltraFine 5K Display nicht länger verfügbar ist. In Deutschland sieht die Lage noch etwas besser aus, hier ist der 5K-Monitor weiterhin verfügbar. Hinzu kommt das Design der LG-Displays, welches nicht zu aktuellen Macs passt.

LGs UltraFine Display steht in zwei Versionen, in 4K und 5K, parat - die 4K-Version wurde erst jüngst durch ein neues Modell ersetzt:

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Das Thunderbolt 3 Display fürs neue MacBook Pro: LG UltraFine 5K & 4K Display erklärt

Petition für günstiges Apple-Display gestartet

Nennt Hackett in seinem Blog-Post einige Gründe für ein günstigeres Apple-Display, geht Matthew Taylor mit seiner Petition noch einen Schritt weiter. Auch seine grundlegende Idee ist ein „Thunderbolt 3 Display“ auf Basis des 27-Zoll-iMac. Die Preise für diese beginnen in Deutschland bei rund 2.100 Euro. Es müsse also möglich sein, ein Display für weniger als dies anzubieten, so Taylor.

Er wünscht sich, dass Apple ein Display anbietet, welches „die Hälfte oder weniger“ als das Pro Display XDR kostet und möglicherweise als Kompromiss mit einer Bildschirmdiagonale von 30 Zoll auch etwas kleiner ist. Außerdem wünscht sich Taylor, dass Apple den Target Display Mode in zukünftigen iMacs wieder aktiviert. Dieser erlaubt in früheren Modellen des All-in-one-Macs die Nutzung als herkömmliches, externes Display. Die seit zwei Tagen aktive Petition hat es bislang nur auf 140 virtuelle Unterschriften gebracht.

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