Ausgerechnet der Drucker-Hersteller Canon gibt seinen Kunden derzeit Tipps, wie sie den hauseigenen Kopierschutz bei Kartuschen austricksen können. Aufgrund der weltweiten Chip-Knappheit fehlen Canon einfach die passenden DRM-Chips.

Canon empfiehlt „gefälschte“ Drucker-Kartuschen

Es dürfte sich jetzt schon um eine der kuriosesten Tech-Meldungen des Jahres handeln: Dem Drucker-Hersteller Canon gehen die für das DRM-System benötigten Bauteile aus. Nun gibt das Unternehmen selbst Tipps, wie mit „gefälschten“ Drucker-Kartuschen umgegangen werden soll. Über das Digital Rights Management soll eigentlich sichergestellt werden, dass Kunden möglichst nur originale Canon-Kartuschen einsetzen.

Einer Mitteilung auf der eigenen Webseite zufolge fehlen Canon derzeit „bestimmte elektronische Komponenten“ für Multifunktionsdrucker. Bis eine normale Versorgung wieder gewährleistet ist, werden die Kartuschen kurzerhand ohne Kopierschutz als „Interim-Toner“ ausgeliefert. Da sich die Drucker dann allerdings mit einer Fehlermeldung beschweren, gibt es nun Tipps dazu, wie das System umgangen werden kann (Quelle: Canon).

Das japanische Unternehmen weist zusätzlich darauf hin, dass die Anzeige des jeweiligen Füllstands bei DRM-freien Kartuschen möglicherweise nicht korrekt ist. Sie könne plötzlich von 100 auf 0 Prozent wechseln, obwohl noch genug Toner zur Verfügung steht. Rund 60 Modelle sollen betroffen sein, welche die neuesten Canon-Kartuschen als „Fremdprodukt“ einstufen oder von einer Störung sprechen. Canon zufolge dürfen Kunden auch bei den DRM-freien Produkten mit besten Druckergebnissen rechnen.

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Canon: Chip-Knappheit erreicht Drucker

Canon ist nicht der einzige Hersteller, der mit einer Chip-Knappheit zu kämpfen hat. Sony musste kurzerhand die Produktion einer Digitalkamera aufgeben und auch der iPhone-Zulieferer Foxconn steht vor Schwierigkeiten. Mit einer kurzfristigen Entspannung der Lage ist nicht zu rechnen, wie auch Intel prognostiziert. Lieferketten werden noch länger gestört bleiben.