Lange hat sich Elon Musk gewehrt – jetzt muss sich auch der Tesla-Boss dem Coronavirus geschlagen geben. Die Bänder beim Elektronikauto-Hersteller stehen still. Wie geht es jetzt weiter? 

 

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Während die Welt mit zum Teil drastischen Mitteln versucht, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, hält ein Mann die Eindämmungsmaßnahmen für völlig überzogen: Elon Musk. Der Tesla-Gründer macht aus Twitter keinen Hehl daraus, dass er die Panik rund um das Coronavirus für gefährlicher hält als das Virus selbst. Dass aber auch Milliardäre nicht über dem Gesetz stehen, musste der 48-Jährige nun auf die harte Tour erfahren.

Tesla-Fabrik steht still

Bis zum 7. April stehen jetzt die Bänder in der Tesla-Fabrik in Kalifornien still, nachdem die lokalen Behörden eine Schließung aller nicht-systemkritischen Geschäfte und Unternehmen angeordnet haben, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Sehr zum Ärger von Musk, denn zuvor hieß es vom Tesla-Boss noch, dass der E-Auto-Hersteller zur „kritischen nationalen Infrastruktur“ gehöre und deshalb von der Schließung ausgenommen sei. Entsprechend sollten unter anderem auch Fabrik- und Servicemitarbeiter weiter zur Arbeit kommen, während andere Angestellte des Konzerns von Zuhause aus arbeiten konnten, wie Electrek berichtet.

Der lokalen Polizei zufolge, gehöre Tesla aber eben nicht zur „kritischen nationalen Infrastruktur“ – und müsse deshalb das Werk schließen. Lediglich ein minimaler Geschäftsbetrieb sei noch zulässig.

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Tesla: Schließung kommt zur Unzeit

Die Schließung durch das Coronavirus kommt für Tesla zur Unzeit. Die neuen Model S und X sollen Reichenweiten-Rekorde bieten und unlängst hat der US-Konzern sogar etablierte deutsche Autounternehmen wie Volkswagen an der Börse überholt. Dass Elon Musk also nur ungern die Bänder stillstehen sieht, ist verständlich. In Anbetracht von aktuell weltweit mehr als 8.000 Toten durch das Coronavirus beziehungsweise der daraus entstehenden Krankheit COVID-19 sollte aber auch der Tesla-Boss verstehen, dass Gesundheit immer Vorrang vor Profiten hat.