Bereits seit Wochen tauchen immer wieder Berichte über schreckliche Arbeitsbedingungen bei CD Projekt auf. Studio-Chef Adam Kicinski entschuldigte sich daraufhin bei den Mitarbeitern.

 

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Cyberpunk 2077: „CD Projekt“-Chef bereut seine Aussage

Dass ein Entwicklerstudio hin und wieder Überstunden machen muss, ist vermutlich normal – doch das Ausmaß bei CD Projekt nahm unmenschliche Ausmaße an, wie ein Entwickler kürzlich öffentlich machte. Mitarbeiter wurden laut dem Bericht zu Sechs-Tage-Wochen gezwungen, zudem gab es keine Kommunikation zwischen der Geschäftsführung und den Entwicklern.

In einem Gespräch mit Investoren beteuerte Kicinski trotzdem, dass die Crunch-Zeit „gar nicht so schlimm ist und es sie es auch niemals war“. Hinter den Kulissen nahm der Studio-Chef die Aussage allerdings zurück und entschuldigte sich bei seinen Mitarbeitern für seine „äußerst schlimme Aussage“:

„Ich habe nichts zu meiner Verteidigung zu sagen. Was ich gesagt habe, war noch nicht einmal unvorteilhaft, es war äußerst schlimm. Bitte akzeptiert meine aufrichtige und ehrliche Entschuldigung“.

Originalbeitrag vom 16. Oktober 2020:

Lügen und keine Kommunikation: „Cyberpunk 2077“-Entwickler von CDPR enttäuscht

Im Hause CD Projekt Red hängt seit Wochen der Haussegen schief. Wie letztens bekannt wurde, mussten die Entwickler von Cyberpunk 2077 zahlreiche Überstunden einlegen und das nicht freiwillig. Laut einem Insider war das allerdings längst nicht alles.

Cyberpunk 2077: Eine schwarze Wolke über CD Projekt Red

Cyberpunk 2077 erscheint in wenigen Wochen, doch um das Spiel nach mehreren Verschiebungen fertigzustellen, mussten die Entwickler zahlreiche Überstunden leisten, was CD Projekt Red kürzlich selbst zugab. Laut einem Entwickler ist das allerdings noch nicht das Schlimmste.

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Keine Kommunikation mit den Mitarbeitern

Ein Mitarbeiter des Studios meldete sich kürzlich bei Reddit zu Wort. Mithilfe eines Telefonates kann Redakteur Jason Schreier bestätigen, dass es sich bei dem Reddit-Nutzer tatsächlich um einen Entwickler bei CD Projekt Red handelt.

Unter dem Namen FarTransportation 366 erläutert dieser, wie man bei CD Projekt Red tatsächlich mit den Mitarbeitern umgeht. So stellte er klar, dass sie bereits seit Mai 2019 mit zahlreichen Überstunden zu kämpfen hatten und diese nicht befürwortet haben, wie die Geschäftsleitung behauptete. Egal ob in der Woche oder am Wochenende, die Entwickler mussten bis zu 16 Stunden am Tag arbeiten, was einem „Todesmarsch“ gleichkam.

Des Weiteren fehlte jegliche Kommunikation zwischen der Geschäftsleitung und den Mitarbeitern, so erfuhren die Entwickler über Twitter, dass das Spiel verschoben wurde und auch vom Goldstatus. Er berichtet:

„Wir fragten, wie der Plan aussieht, wenn wir nicht innerhalb der gesetzten Frist liefern könnten und bis Dezember lautete die Antwort des Managements, es gäbe keinen Plan B. Und da ging es los, erstes Jahr Crunch, eine 2-monatige Verzögerung und dann weitere 6 Monate und – um ein Bild davon zu geben, wie schlecht die Kommunikation zwischen der Geschäftsführung und den Entwicklern war – wir haben beide Male ÜBER TWITTER und anderen sozialen Kanälen erfahren, dass das Spiel verschoben wurde durch eine Mail, die Stunden später von Adam folgte. Dasselbe passierte mit dem Goldstatus und jeder anderen Ankündigung seit Juni 2019“, so FarTransportation 366.

„Immerhin erhalten die meisten Entwickler einen jährlichen Bonus, der ein Almosen ist, während die oberen Köpfe Hunderttausende von Zloty an Boni einstreichen. (In Euro / Dollar sind das immer noch eine MENGE), also ist alles in Ordnung“, fügte der Entwickler hinzu.