Fallout 4 hat inzwischen einige Jahre auf dem Buckel – doch das Rollenspiel bereitet Bethesda auch nach all der Zeit immer noch Probleme. Ein Spieler fühlt sich von den Entwicklern hinters Licht geführt – und verklagt das Unternehmen kurzerhand. Zurecht?

 
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Diskussion um Season Pass von Fallout 4: Hat Bethesda zu viel versprochen?

Mit Fallout 4 konnte Bethesda einen echten Hit landen. Das postapokalyptische Rollenspiel erfreut sich auch nach mehr als 5 Jahren immer noch großer Beliebtheit und wird von der Community durch unzählige Mods weiterhin am Leben gehalten. Ein Spieler fühlt sich jedoch von Bethesda hinters Licht geführt und will das Studio verklagen.

Seiner Ansicht nach hat Bethesda die Spieler beim Season Pass für Fallout 4 schlichtweg belogen. Laut der Anklage versprach Bethesda, dass der Season Pass alle DLCs für Fallout 4 enthalten würde. Nach der Einführung des Creation Club im Sommer 2017 – eine Plattform, auf der Bethesda zusätzliche Inhalte für Skyrim und Fallout 4 wie Waffen, Kleidungsstücke, Locations usw. verkauft – erwartete er, dass er auch kostenlosen Zugang zu diesen Mods und Erweiterungen bekommt.

Bethesda machte ihm jedoch einen Strich durch die Rechnung. Der Season Pass würde nur die klassischen Erweiterungen abdecken – Inhalte aus dem Creation Club müssen die Spieler weiterhin separat erwerben.

Und was ist sonst noch Spannendes passiert? In den GIGA Headlines fassen wir die wichtigsten Meldungen der Woche für euch zusammen: 

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Drohende Sammelklage: Bethesda wird mit harten Vorwürfen konfrontiert

Für die X-Law Group, welche den verärgerten Fallout-4-Spieler vertritt, ist der Fall klar:

„Einfach ausgedrückt, Bethesda verkaufte einen Season Pass mit dem Verständnis, dass sie den Inhabern des Season Passes jeglichen DLC-Inhalt geben würden, der für das Spiel Fallout 4 erstellt werden würde. Sie haben eine begrenzte Menge an DLC veröffentlicht. Dann haben sie eine zweite Welle von DLC veröffentlicht, sich aber dazu entschieden, diese als ‚Creation Club‘-Inhalte zu betiteln und sie nicht als DLC zu kategorisieren.

Das bedeutet, dass sie den Leuten am Anfang versprochen haben, dass sie ihnen alles geben, was sie machen werden. Und dann haben sie dieses Versprechen gebrochen, und zwar zu ihrem Vorteil oder zum Nachteil der Kläger. Das ist der Punkt, an dem sie etwas falsch gemacht haben. Sie haben gelogen. Sie haben Geld von den Spielern genommen, und dann haben sie noch mehr Geld gemacht.“

Wie GamesBeat berichtet wollten sich weder Bethesda noch Microsoft, die den Mutterkonzern von Bethesda übernehmen wollen, nicht zum aktuellen Sachverhalt äußern. In einer offiziellen Antwort auf die Anklage bestreitet Bethesda jedoch den Großteil der Vorwürfe und verteidigt sich damit, dass es sich bei den zusätzliche Inhalten des Creation Club nicht um DLCs handelt. Derweil sucht die X-Law Group noch weitere Spieler, die ebenfalls von dem Problem betroffen sind, um aus dem Fall eine Sammelklage zu machen.

Wir sehen uns vor Gericht! Auch Spieleentwickler müssen sich ab und an vor dem Gesetz verantworten: 

Ob der Fall am Ende durch ein Gericht entschieden wird oder sich beide Parteien am Ende auf einen Vergleich einigen, bleibt abzuwarten. GIGA wird euch diesbezüglich auf dem Laufenden halten. Der entstandene Schaden könnte sich jedoch für Bethesda im Falle eines Schuldspruchs auf mehrere Hundert Millionen US-Dollar belaufen.