Geht es nach den Wünschen der Grünen könnten für Handys und Tablets in Zukunft durch ein Recycling-Pfand höhere Kosten entstehen. Noch im Januar wollen die Politiker ihren Antrag mit rund 20 Maßnahmen in den Bundestag einbringen.

Handys und Tablets: Grüne fordern Recycling-Pfand in Höhe von 25 Euro

Mit der Forderung nach einem Pfand in Höhe von 25 Euro wollen die Grünen ein Recycling von alten Tablets und Smartphones forcieren, die sonst nur in der Schublade ihr Dasein fristen. So sollen etwa im Jahr 2018 in deutschen Haushalten geschätzte 124 Millionen Handys aufbewahrt werden, ohne dass diese genutzt werden. Wie der Spiegel (Paywall, via Tagesspiegel) berichtet, ersetzen die meisten Kunden ihr Handy nach zwei Jahren mit einem neuen Modell. Das Resultat seien mehr als 20 Kilogramm Elektroschrott pro Jahr.

Der 25-Euro-Pfand, den die Bundestagsfraktion der Grünen in ihrem Antrag mit dem Namen „Elektroschrott - Wertstoffkreisläufe schließen“, soll nun dabei helfen, diese Altgeräte zu recyclen und somit die alten Rohstoffe möglicherweise erneut nutzen zu können. Als Beispiel nannten die Grünen einen Hersteller, der Kunden schon heute einen Gutschein Höhe von 22 Euro gibt, wenn sie ihr altes Gerät zurückgeben.

Es ist bislang nicht bekannt, wie das System konkret funktionieren soll. Es liegt jedoch nahe, dass die Kosten für den Pfand beim Kauf eines neuen Smartphones oder Tablets einfach auf den Preis aufgeschlagen werden könnten. Insbesondere bei sehr günstigen Geräten könnte dies die Kosten deutlich steigern.

Ausgelaugte Akkus sind einer der häufigsten Gründe für den Neukauf von Smartphones. Nicht jeder Akku-Mythos stimmt aber: 

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5 völlig falsche Mythen über Smartphone-Akkus und die überraschende Wahrheit

Recht auf Reparatur: Akkutausch soll einfacher werden

Während die Mehrkosten durch den Recycling-Pfand für Diskussionen sorgen dürfte, fordern die Grünen aber auch eine bessere Reparierbarkeit und Verfügbarkeit von Ersatzteilen. Es soll des Weiteren einfacher werden, alte Geräte an Händler zurückzugeben. Außerdem soll im deutschen Elektrogesetz vorgeschrieben werden, dass beispielsweise die Akkus problemlos herausgenommen und ausgetauscht werden können.

Derartige Forderungen gibt es schon seit vielen Jahren unter anderem durch Unternehmen wie iFixit, die sich für einfache Reparaturen einsetzen, die nicht nur durch den Hersteller durchgeführt werden können. Auf der anderen Seite stehen Unternehmen wie Apple, die aufgrund von möglicherweise gefährlichen Reparaturen an den Akkus, nicht wollen, dass beispielsweise Endanwender selbst Hand anlegen.