Moderne Smartphones sind wasserdicht. Was früher als besondere Eigenschaft für ganz wenige High-End-Smartphones galt, ist mittlerweile in der Oberklasse zum Standard geworden. Samsung stattet sogar seine Mittelklasse-Smartphones damit aus. Früher hat Samsung diese Eigenschaft aber falsch beworben und muss jetzt nach einem Richterentscheid die Rechnung dafür zahlen.

 
Samsung Electronics
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Samsung muss über 9 Millionen Euro Strafe zahlen

Als vor Jahren die ersten Samsung-Smartphones mit wasserdichten Eigenschaften auf den Markt kamen, hat das südkoreanische Unternehmen ordentlich die Werbetrommel dafür gerührt. Es wurden Spots gezeigt, in denen man das Samsung-Handy mit IP-Zertifizierung im Meer oder Pool nutzen kann. Genau das war falsch, wie das australische Gericht beschlossen hat. Dort muss Samsung für irreführende Werbung eine Strafe von 14 Millionen australischen Dollar zahlen, was umgerechnet knapp über 9 Millionen Euro sind (Quelle: ACCC).

Viele Besitzerinnen und Besitzer von Samsung-Smartphones haben der Werbung nämlich geglaubt und sind mit dem Handy in den Pool gesprungen oder haben es mit ins Meer genommen, wo es dann beschädigt wurde. Die IP-Zertifizierung jedes Smartphones wird nur auf Basis von Süßwasser ohne chemische Zusätze erteilt. Ihr könnt euer Smartphone also Trinkwasser aussetzen und ein Regenschauer wird dem Gerät auch nichts anhaben. Alles andere ist aber nicht erlaubt. Das solltet ihr natürlich wissen und im Urlaub, am Strand oder See beachten. Einfach so unbeschwert solltet ihr das Smartphone nicht ins Wasser tauchen.

Sogar die Falt-Handys von Samsung sind wasserdicht:

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Fall liegt schon Jahre zurück

Samsung macht mittlerweile keine Werbung mehr für wasserdichte Smartphones, in denen falsche Versprechen gemacht werden. Das war nur vor vielen Jahren bei älteren Modellen wir dem Galaxy S7 der Fall. Ihr solltet die Details zur Wasserdichtigkeit aber kennen, damit ihr später nicht mit einem Wasserschaden dasteht und euch der Hersteller eine Reparatur verweigert, weil ihr mit dem Handy in den Pool gesprungen seid oder es ins salzige Meerwasser mitgenommen habt. Da solltet ihr lieber eine GoPro nehmen (bei Amazon anschauen).

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