AMD wird zum „Grenzgänger“. Gleich vier neue Prozessoren stellt der Chiphersteller vor, welche die Herzen der Fans höherschlagen lassen dürften. Denn solche Specs kennt man normalerweise nur aus dem absoluten High-End-Bereich. 

AMD Threadripper PRO: Vier neue Workstation-Prozessoren vorgestellt

Dauerfeuer von AMD. Nachdem der Chiphersteller in der letzten Woche seine neuen Ryzen-3000XT-Prozessoren in den Handel brachte, steht nun bereits die nächste Überraschung an. Gleich vier neue Workstation-Prozessoren stellte man vor, die Intel das Fürchten lehren sollen:

Prozessor Anzahl der Kerne / Threads Taktrate (Base/Boost)
AMD Ryzen Threadripper PRO 3945WX 12 / 24 4,0 / 4,3 GHz
AMD Ryzen Threadripper PRO 3955WX 16 / 32 3,9 / 4,3 GHz
AMD Ryzen Threadripper PRO 3975WX 32 / 64 3,5 / 4,2 GHz
AMD Ryzen Threadripper PRO 3995WX 64 / 128 2,7 / 4.2 GHz

Auf den ersten Blick scheint AMD hier seinen Kunden alten Wein in neuen Schläuchen verkaufen zu wollen – schließlich gibt es schon ähnliche Threadripper-Prozessoren. Doch jetzt werden die Workstation-CPUs auch erstmals mit 12 und 16 Rechenkernen angeboten. Wahrscheinlich will AMD seinen Kunden auch günstigere Einstiegsoptionen bieten. An der Taktrate der Chips hat sich indes nicht viel geändert, die Verbesserungen sind an anderer Stelle dennoch mehr als deutlich.

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AMD Ryzen Threadripper PRO – Vorstellungsvideo der neuen Workstation-CPUs

Neue AMD-Prozessoren: Diese Chips sind beinahe EPYC

So bieten alle neuen Threadripper-PRO-Prozessoren nun PCIe-4.0-Unterstützung, 128 PCIe-4.0-Lanes und Octa-Channel-Memory-Support für bis zu 2 TB an RAM. Zum Vergleich: Die normalen Threadripper-Prozessoren der dritten Generation bieten bislang „nur“ 64 PCIe-4.0-Lanes und unterstützen Quad-Channel-Memory mit einer maximalen Kapazität von 256 GB.

Mit den neuen Varianten überflügelt AMD nicht nur Intels Xeon-W-Chips, sondern macht sich auch selbst Konkurrenz. Ähnliche Features bieten nämlich auch die hauseigenen EPYC-Prozessoren, die vorrangig in Servern zum Einsatz kommen, aber im Vergleich deutlich teurer verkauft werden.

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AMD macht Intel das Leben schwer – das beweist auch die aktuelle Top 10:

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Es bleibt jedoch abzuwarten, zu welchen Preisen AMD die neuen Threadripper-PRO-Prozessoren am Ende in die Läden stellt. Hierzu gibt es bislang nämlich noch keine Informationen. Sollten sich die Preise jedoch an denen der aktuellen Threadripper-Chips orientieren, könnte AMD damit Intel erneut die Show stehlen.

Robert Kohlick
Robert Kohlick, GIGA-Experte für Gaming-Hardware, -PCs und -Laptops.

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