Wer ein Konto bei der ING hat, der ist mittlerweile daran gewöhnt, dass regelmäßig irgendwelche Anfragen gestellt werden. Jetzt möchte die Bank euch aber noch näher kommen und alle eure Daten haben, um euch persönliche Tipps geben zu können. Wer dem zustimmt, legt im Grunde einen kompletten Finanz-Striptease hin.

ING möchte eure Daten analysieren

Girokonten von der ING waren vor längerer Zeit extrem beliebt. Man hat nämlich ein tatsächlich kostenloses Girokonto bekommen und meist noch eine dicke Prämie. Mittlerweile gibt es das nicht mehr und auch bei den zuletzt immer strengeren Negativzinsen ist die Bank ganz vorn mit dabei. Jetzt will man seine Kunden aber noch stärker in den Fokus rücken. Die Bank möchte nämlich nicht nur die persönlichen Daten zur Analyse verwenden, sondern alles, was auf dem Konto passiert (Quelle: Caschy). Deswegen bekommen erste Kunden eine Aufforderung mit dem Titel „Tipps für Sie persönlich“ angezeigt.

Stimmt man dem einfach zu, kann die ING auf die Bonität zugreifen und so die Risikobereitschaft und das Kreditrisiko einsehen. Weiterhin kann auf alle Giro-, Debit- und Kreditkartendaten zugegriffen werden – inklusive sämtlicher Umsätze. Dort liegen automatisch auch alle Verträge, die man abgeschlossen hat, offen. Gleiches gilt für vollen Zugriff auf Depot-, Kredit- und Einlagedaten, wo man dann sehen kann, welche Produktarten man hat, wie hoch die Laufzeit der Kredite noch ist und vieles mehr. Im Grunde kann die ING dann auf alles zugreifen, was ihr jemals mit dem Konto gemacht habt.

Und was ist der Sinn dahinter? Natürlich macht die ING das nicht zum Spaß. Man will die Daten aber auch nicht selbst verkaufen, sondern im eigenen Haus analysieren, um den Kundinnen und Kunden persönliche Angebote zu machen. Habt ihr also ein Fahrrad gekauft, kann euch so eine Fahrradversicherung vorgeschlagen werden – wird als Beispiel genannt. Die Möglichkeiten sind vielfältig, wenn jemand auf euer gesamtes Finanzprofil zugreifen und es in jedem Detail analysieren kann. Die ING bekommt dafür dann natürlich eine Provision, wenn ihr euch auf eines der Angebote einlasst.

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Zustimmung sollte als ING-Kunde gut überlegt sein

Man sollte sich wirklich gut überlegen, ob man dem zustimmen möchte. Es besteht natürlich ein gewisses Potenzial, wo man gute Angebote bekommen könnte. Doch will man wirklich, dass die eigene Bank alles im kleinsten Detail analysiert und man dann noch mehr Angebote bekommt, die man gar nicht braucht? Ich persönlich will das nicht, habe meine finanzielle Situation aber auch im Griff, schaue regelmäßig nach den günstigsten Angeboten und spare eh überall, wo ich kann. Hier sollte man meiner Meinung nach also nicht blind zustimmen.