Bei Intel scheint gerade irgendwie die Luft raus zu sein. Während der Präsentation der neuen Quartalszahlen ließ man durchblicken, dass beim Chiphersteller gerade nicht alles nach Plan läuft. AMD dürfte das freuen, Anleger und Kunden hingegen dürften davon wenig begeistert sein.

Verspätungen bei Intel: Prozessoren mit 7 nm kommen deutlich später

In regelmäßigen Abständen gibt Intel die aktuellen Quartalszahlen raus und seinen Anliegern im gleichen Atemzug einen Ausblick auf die Zukunft des Unternehmens. Doch wie es aussieht, scheint Intel gerade ein paar Schwierigkeiten zu haben. Aus der offiziellen Pressemeldung geht hervor, dass sich Intels Pläne für die Produktion von 7-nm-CPUs deutlich verzögern:

„Die Produktion der 7-nm-basierten CPU-Produkte des Unternehmens verschiebt sich im Vergleich zu früheren Erwartungen um etwa sechs Monate. Der Haupttreiber ist die schlechte Ausbeute des 7-nm-Prozesses von Intel, die nach jüngsten Daten nun etwa zwölf Monate hinter dem internen Ziel des Unternehmens zurückbleibt.“

Grund für die Verspätung ist also der schlecht ausgereifte Produktionsprozess der Chips. Noch scheint die Herstellung der entsprechenden Prozessoren alles andere als wirtschaftlich zu sein, sodass Intel nachbessern muss. Die ersten Prozessoren im 7-nm-Verfahren von Intel werden nun Ende 2022 / Anfang 2023 erwartet, wie Tom's Hardware berichtet. Zum Vergleich: Im gleichen Zeitraum möchte das Unternehmen TSMC, die unter anderem Chips für AMD fertigen, bereits ihr 3-nm-Verfahren zur Marktreife vorangetrieben haben.

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Nach Ankündigung von Intel: Aktienkurs geht auf Talfahrt

Diese Nachricht scheint die Anleger alles andere als begeistert zu haben. Innerhalb kürzester Zeit fiel Intels Börsenkurs um satte 11 Prozentpunkte – zur Freude von AMD. Hier legte der Aktienwert etwas zu, sodass man nun an der Börse höher als Intel gehandelt wird. Wie sich Intel von diesem schweren Schlag erholen will, bleibt abzuwarten.

AMD hingegen dürfte im Laufe des Jahres ein wahrer Goldregen erwarten. Nicht nur die neuen RDNA-2-Grafikkarten und Zen-3-Prozessoren sollen noch im Q4 starten, auch PS5 und Xbox Series X dürften ordentlich Geld in die Kassen spülen – schließlich stellt das Unternehmen einen Großteil der Hardware für die Systeme bereit.