iPhone: So könnte Apple die Smartphone-Kamera drastisch verbessern

Holger Eilhard 2

Seit dem iPhone 7 Plus bietet Apple einige seiner Smartphones mit zwei Kameras auf der Rückseite an; im iPhone 11 Pro sind es sogar gleich drei Sensoren und Objektive. Mit einer Lösung, die traditionelle Kameras seit langer Zeit bieten, könnte Apple in Zukunft noch mehr Möglichkeiten bieten.

iPhone-Kamera: Wechselobjektive bald auch in Smartphones?

Aufgrund des limitierten Platzes im Inneren eines Smartphones bietet Apple derzeit nur eine Reihe von Kameras mit festen Brennweiten an. Ein digitaler Zoom hilft gegebenenfalls, um weit entfernte Objekte besser sichtbar zu machen. Die Software kann hierbei helfen, das Bild trotz digitaler Artefakte zu verbessern.

Apple könnte hier aber in Zukunft eine Lösung anbieten, die beispielsweise für Besitzer von Spiegelreflexkameras zum Fotoalltag gehört. Die Rede ist von wechselbaren Objektiven, die eine Vielfalt von Möglichkeiten bieten. Bislang gibt es zwar eine Reihe von Anbietern, die mit Hilfe von Aufstecklösungen beispielsweise Weitwinkel- oder Telefotoaufnahmen ermöglichen können. In vielen Fällen leidet aber auch hier die Qualität der Fotos.

Ein Patent von Apple (via Cult of Mac) zeigt nun aber, wie ein Objektiv in eine Vorrichtung im Smartphone angebracht und gehalten werden kann. Die von den Ingenieuren mitgelieferten Bilder in dem Patent erinnern dabei an ein klassisches Kamerabajonett, in das ein Objektiv „eingeschraubt“ werden kann. Wie bei derartigen Patenten üblich, beschreiben die Entwickler diverse Lösungen, wie die Technik konkret funktionieren könnte.

Das iPhone 11 – hier unser Hands-On – muss mit zwei fest verbauten Kameras auskommen:

Das iPhone 11 im Hands-On.

iPhone mit wechselbaren Objektiven

In dem Patent ist beispielsweise neben der bajonettähnlichen Befestigung auch wiederholt die Rede von einem Kleber, der dabei helfen soll, das Objektiv in der korrekten Position zu halten. Die diversen Halterungen helfen dann also nur dabei, beispielsweise im Fall eines Sturzes, dass die Kamera und das Objektiv sich nicht voneinander trennen. In diesen Fällen kann es laut Apples Technikern dazu kommen, dass der Kleber alleine nicht genug sei. Ein Austausch des Objektives durch den Anwender wäre damit weiterhin nicht möglich.

Ob Apple jemals ein iPhone mit Wechselobjektiven anbieten wird, bleibt damit fraglich. Die notwendige Technik wird in diesem Patent, welches man bereits im Mai 2018 beim US-Patentamt eingereicht hatte, aber immerhin beschrieben. Für Fotografen könnte ein Smartphone mit wechselbaren Objektiven neue Möglichkeiten eröffnen, die mit derzeitigen Handys nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich sind.

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