MacBook Pro wird zur schlummernden Bedrohung: Neue Bilder bekräftigen Rückruf des Apple-Notebooks

Sven Kaulfuss

Ein brennendes MacBook Pro stellt wohl zweifelhaft eine potentielle Gefahr dar – für Leib, Leben und Gut eines jeden Anwenders. Apple möchte seine Nutzer nun davor schützen und sieht sich gezwungen, einige Modelle des Notebooks zurückzurufen. Wer nicht möchte, dass sein MacBook zur schlummernden Bedrohung wird, sollte schleunigst überprüfen, ob der Akku getauscht werden sollte.

MacBook Pro wird zur schlummernden Bedrohung: Neue Bilder bekräftigen Rückruf des Apple-Notebooks
Bildquelle: Apple und Pixabay.

Update vom 4. Juli 2019: Neue Bilder eines Apple-Nutzers bekräftigen die Wichtigkeit des aktuellen Rückrufprogramms zum MacBook Pro. Steve Gagne staunte nicht schlecht, als er sein MacBook Pro am nächsten Morgen „etwas“ abgebrannt erblickte. In der Nacht verabschiedete sich der Akku seines im Sleepmodus befindlichen Apple-Notebooks auf spektakuläre Weise. Glück im Unglück: Gagne ließ das MacBook auf dem nicht entflammbaren Couchtisch stehen und nicht wie sonst auf dem Sofa oder im Zeitschriftenständer. Andernfalls wäre es wohl zum katastrophalen Hausbrand gekommen.

Ursprünglicher Artikel von Juni 2019:

MacBook Pro mit potentiellem Akkubrand: Apple tauscht kostenfrei

Apple spricht von einer „begrenzten“ Anzahl des MacBook Pro mit 15-Zoll-Display – jene Generation, die im Mai 2015 vorgestellt wurde. Die betroffenen Notebooks sollen hauptsächlich zwischen September 2015 und Februar 2017 verkauft worden sein. Bei diesen Modellen kann es zur Überhitzung des Akkus und damit zur einem Brand kommen. Ob ein Gerät konkret betroffen ist, ergibt aber erst eine notwendige Prüfung der Seriennummer. Diese kann auf Apples Webseite zum Rückruf vorgenommen werden.

Gut zu wissen: Die MacBook-Modelle mit Touch Bar (ab Ende 2016) – hier im Testvideo – sind ausdrücklich nicht betroffen:

MacBook Pro 2016: Touch Bar im Test.

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Verläuft das Ergebnis dieser Prüfung positiv, ist der Kunde berechtigt, den Akku seines MacBook Pro kostenfrei tauschen zu lassen. Hierfür muss er sich entweder an einen autorisierten ASP (Apple Service Provider) oder einen Apple Store vor Ort wenden. Bevor der Austausch des Akkus vorgenommen wird, erfolgt aber nochmals eine abschließende Prüfung, ob das Gerät auch tatsächlich teilnahmeberechtigt ist. Apple empfiehlt seinen Kunden zudem ein Backup der auf dem MacBook befindlichen Daten anzulegen.

Kehrseite: Mehrwöchiger Ausfall des MacBook Pro

Nutzer sollten beachten: Für den Akkutausch und die hierfür notwendigen Servicearbeiten genehmigt sich Apple zwischen 2 und 3 Wochen. In dieser Zeit müssen die Anwender also auf ihr MacBook verzichten, ein Leihgerät oder ähnliches stellt Apple für den Ausfall üblicherweise nicht zur Verfügung. Kunden sollten auch wissen, dass sich die standardmäßige Garantieabdeckung durch dieses Austauschprogramm nicht verlängert.

Demnächst steht wieder ein neues MacBook-Design an, könnte vielleicht so ausschauen:

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MacBook Pro mit OLED-Bildschirm: Schaut so die Zukunft des Apple-Notebooks aus?

Brennende Akkus sind ein bekanntes, wenngleich auch eher sehr seltenes Phänomen. Derartige Fälle sorgen dann meist für ein größeres Aufsehen, so geschehen beispielsweise erst Ende Mai, als ein Nutzer sein im Brand befindliches MacBook auf Video festhielt – wir berichteten. Es nicht bekannt, ob bei diesem Fall der nun von Apple eingestandene Produktionsfehler ursächlich war.

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