MacBook Pro explodiert: Wie Apple auf ein Akkuproblem reagiert

Sebastian Trepesch 1

Ein Alptraum, wenn plötzlich das Smartphone oder der Laptop explodiert. Einem MacBook-Pro-Nutzer ist das kürzlich passiert. Seine Empörung richtet sich aber weniger gegen sein Gerät als gegen den Apple Store.

Auf Reddit beschrieb ein Mitglied namens Panda, dass ihm sein MacBook Pro bei ganz gewöhnlicher Nutzung explodierte. Es sei eingesteckt gewesen, „und plötzlich begann es, Rauch auszuspucken, auf beiden Seiten.“ Den Videobeweis lieferte er gleich mit:

Rund eine Stunde nach dem Vorfall habe Panda das heiße Gerät mit den Handschuhen gepackt und in den Apple Store geliefert. Das Personal des Geschäfts brachte das MacBook Pro seinen Angaben zufolge in einen feuersicheren Tresor. Der Apple-Mitarbeiter habe versprochen, sich innerhalb von 24 Stunden zu melden. Doch einen Anruf habe es nicht gegeben. Apples Reaktion war zunächst einmal also – gar keine Reaktion.

Als sich Panda selbst wieder meldete, vertröstete man ihn, dass er etwas in den nächsten fünf Tagen hören werde. „Fünf Tage ohne meinen Computer ist unzumutbar“, empört er sich auf Reddit. Das Gerät benötige er zum Arbeiten.

Explodierendes MacBook Pro: Muss man nun besorgt sein?

Hat Apple ein Problem wie Samsung mit seinem Galaxy Note 7, das reihenweise explodierte? Nein. Nur extrem selten hört man von Apple-Geräten, bei denen sich die Akkus entzündeten. Und das bei der Vielzahl der Exemplare auf dem Markt. Sorgen muss sich niemand machen, auch wenn leider kein Hersteller garantieren kann, dass ein Akku 100 Prozent sicher ist. Bei entzündenden oder aufblähenden Akkus ist oft Fremdeinwirkung im Spiel, wie zum Beispiel ein Sturz des Gerätes oder Kurzschluss von außen. Doch es können auch Fehler in der Herstellung die Schuld tragen, siehe unseren Artikel: Warum explodieren Akkus?

Zum Glück gehen die meisten Vorfälle glimpflich aus: Meist bläht sich der Akku nur auf oder das Gerät qualmt, ohne dass der Nutzer stark verletzt wird. So blieb es auch bei dem oben beschriebenen Vorfall bei einem reinen Geräteschaden.

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Dass Reddit-Nutzer Panda verärgert ist, ist verständlich. Andererseits ist klar, dass Apple zunächst einmal die Brandursache herausfinden möchte, und das geht nun mal nicht von heute auf morgen. Ein angeblicher Apple-Mitarbeiter klärte als Antwort auf den Reddit-Post auf, dass solche defekten Geräte zur Untersuchung direkt zu den Produktentwicklern ins Hauptquartier in Cupertino gehen würden. Leihgeräte für die Kunden gäbe es währenddessen grundsätzlich nicht mehr. Panda muss sich wohl oder übel etwas in Geduld üben …

Was meint ihr: Ist die Empörung des Geschädigten gegenüber Apple gerechtfertigt?

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