Wer sich ein neues iPhone von Apple kauft oder eines vielleicht sogar zuletzt zu Ostern geschenkt bekommen hat, der darf sich glücklich schätzen. Hoffentlich hat man aber nicht alles schon ausgegeben, denn einige Sachen gilt es jetzt noch zu holen. Doch welche davon benötigt man wirklich? Eine ganz persönliche Empfehlungsliste von Sven Kaulfuss – Apple-Experte bei GIGA.

 
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Wer heutzutage ein neues iPhone kauft oder das Glück besitzt, eines geschenkt zu bekommen, der wird mit einem weitaus geringeren Lieferumfang als die Jahre zuvor bedacht – Netzteil, Kopfhörer … nicht mehr im Paket mit dabei. Hat man beides noch von älteren Modellen „herumliegen“, kann man sich normalerweise den Nachkauf sparen. Vorausgesetzt, man behält auch gleich das passende Ladekabel und verkauft dieses nicht mit. Hintergrund: Neuen iPhones legt Apple nämlich nur noch USB-C-auf-Lightning-Kabel bei. Dieses benötigt zwangsweise ein USB-C-Netzteil, womit wir auch schon bei meiner ersten Empfehlung sind.

Absolut notwendig fürs iPhone: Ein schnelleres USB-C-Ladegerät

Ein schnelleres Netzteil: Falls du noch ein altes USB-Netzteil besitzt, sind die Chancen recht groß, dass dieses nicht sonderlich leistungsstark ist. Ein iPhone 12 oder auch das neue iPhone 13 ist damit regelrecht „unterfordert“, benötigt für einen Ladevorgang also länger. Noch deutlicher wird dies, wenn man Apples MagSafe-Ladepuck verwendet, der lädt eh schon langsamer, hat man dann noch das „falsche“ Netzteil, muss man noch mehr Zeit mitbringen.

Daher gilt: Hol dir vielleicht lieber gleich ein USB-C-Netzteil mit mindestens 20 Watt. Muss nicht das Apple-Original sein, ein günstiges, beispielsweise von Anker (circa 15 Euro, bei Amazon ansehen), genügt vollends. Tipp: Besitzer eines iPhone 13 Pro sollten lieber gleich ein 30-Watt-Netzteil (bei Amazon ansehen) kaufen, denn so können sie ihr Smartphone noch schneller laden.

Ersatzkabel: Nicht vergessen, Apple legt nur einziges Kabel bei. Für alle Fälle würde ich besonders auf Reisen immer noch eine zweite Strippe mitführen. Selbst wenn diese von Apple selbst stammen oder zumindest von Apple zertifiziert sind, ausfallen können diese immer. Kostet nicht die Welt, beispielsweise ist man mit circa 11 Euro (bei Amazon ansehen) schon dabei.

Für das MagSafe-Ladepad gibt es mittlerweile günstige Alternativen (Bildquelle: Anker)

MagSafe-Ladepad: Mit dem iPhone 12 führte Apple ein verblüffend geniales Feature ein – das magnetische Ladepad für eine kabellose Aufladung. Das Apple-Original kostet im freien Handel schon mal knapp 38 Euro (bei Amazon ansehen). Ganz schön happig. Der Vorteil: Wiederum darauf spezialisiertes Zubehör, wie zum Beispiel die von mir schon mal vorgestellte Halterung von Stouchi passt problemlos.

Benötigt man die nicht, findet man auch schon Alternativen für wesentlich weniger Geld. Auf dem Markt sei exemplarisch genannt das Anker PowerWave Magnetic Pad für knapp 20 Euro (bei Amazon ansehen).

Staubstöpsel: Wer dann schon mal kabellos lädt, der kann auch gleich den Lighting-Anschluss mit ansehnlichen Staubschutz-Stöpseln verschließen. So kommt kein Dreck in den Anschluss rein und die Funktionalität bleibt länger gewahrt. Fürwahr kein absolutes Muss, aber wer das letzte Quäntchen Schutz für sein iPhone möchte, der sollte zuschlagen – meist unter 10 Euro (bei Amazon ansehen).

Elegant, praktisch, nützlich: Ein stilvolles Sleeve fürs iPhone

Wieder im Trend – Sleeves für das iPhone (Bildquelle: Crazy Horse Craft)

Hülle, Case, Tasche … was denn nun? Für mich steht fest, das iPhone gehört geschützt. Allerdings verlangt dies von Kundinnen und Kunden immer Kompromisse ab. Eine Hülle mit Vollschutz (hinten und vorn) macht das schlanke Apple-Handy dummerweise ziemlich fett, ein Case für die Rückseite verhindert keine Beschädigung der Vorderseite und eine Schutzfolie sieht meist nach kurzer Zeit auch recht schmuddelig aus. Was dann? Ich finde, spätestens mit dem formschönen iPhone 12 sollte man sein Apple-Handy nicht mehr derart verunstalten, schutzlos den Widrigkeiten möchte man es aber auch nicht ausgeliefert sehen. Für mich ist daher die Zeit reif, reif für die Rückkehr der sogenannten „Sleeves“, sprich einfache „Steckhüllen“. Da kann man die Benutzung des iPhones regelrecht zelebrieren, immer dann, wenn es feierlich aus der Hülle gezogen wird.

Ich empfehle etwas „handgemachtes“. Zum Beispiel die Hüllen von „Crazy Horse Craft“ – kosten keine 40 Euro (bei Amazon ansehen, auch in Schwarz) und sehen immer stilsicher aus.

Was man zu AppleCare+ fürs iPhone wissen muss, gibt es im Video zu sehen:

AppleCare+ fürs iPhone: So funktioniert es

Mein persönlicher Rat für mehr Sicherheit

AppleCare+ kann verdammt nützlich sein: Am Anfang möchte man nicht daran glauben, aber schnell fällt einem das iPhone aus der Hand und schon ist der Schaden groß. Die normale Garantie oder auch die Händlergewährleistung deckt derartige Schäden nicht ab und dann wird’s richtig teuer. Wer aber AppleCare+ bei Apple kauft, der sichert sich besser ab und zwar für ganze zwei Jahre nach Kauf des iPhones.

Ein Displayschaden kostet dann nur noch pauschal 29 Euro, der Akku wird kostenfrei getauscht und weitere Hardware-Schäden werden mit maximal 99 Euro Selbstbeteiligung in Rechnung gestellt. Wer dagegen AppleCare+ nicht hat, der muss im schlimmsten Fall mehrere hundert Euro blechen.

Doch aufgepasst, AppleCare+ kann nur direkt beim Kauf oder aber innerhalb von 60 Tagen nach iPhone-Kauf direkt bei Apple bezogen werden. Wer zu spät kommt, der geht leider leer aus. Je nach Modell kostet der Schutz unterschiedlich viel (bei Apple ansehen):

  • 99 Euro beim iPhone SE
  • 169 Euro beim iPhone 13, iPhone 13 mini, 12, iPhone 12 mini, iPhone 11 und iPhone XR
  • 229 Euro beim iPhone 13 Pro, iPhone 13 Pro Max, iPhone 12 Pro und iPhone 12 Pro Max

Am Ende zwar eine Wette, doch steht die Chance recht gut, einen Schaden durch Ungeschick zu erleiden. Daher mein Geheimtipp beim iPhone-Zubehörkauf – meist wenig beachtet, im Fall der Fälle aber unbezahlbar nützlich.