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Nicht schon wieder ein neues iPhone: Darum muss Apple jetzt umdenken

Jedes Jahr immer wieder und wieder … (© IMAGO / NurPhoto)
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Jetzt geht das schon wieder los. Der September ist da und mit ihm neue iPhone-Modelle. Einem Schweizer Uhrwerk gleich stellt Apple neue Modelle im jährlichen Rhythmus vor. Doch ist dies eigentlich noch immer zeitgemäß? Dem gehen wir in der aktuellen Ausgabe der Wochenendkolumne auf dem Grund.

Kein Jahr ohne neue iPhone-Generation. Seit nunmehr 16 Jahren präsentiert uns Apple in bekannter Regelmäßigkeit neue Modelle. In diesem Jahr ist das iPhone 15 nebst iPhone 15 Plus, iPhone 15 Pro und iPhone 15 Pro Max an der Reihe. Am 12. September 2023 geht der Vorhang auf und kurze Zeit später dürfen wir wieder in die Geschäfte rennen.

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Jedes Jahr ein neues iPhone? Nein, Apple tritt mal bitte auf die Bremse

Wenn ihr mich fragt, absolut unnötig. Also jetzt nicht das iPhone an sich, auch ich gehöre zu den treuen und zufriedenen Nutzern. Verzichtbar finde ich jedoch die jährliche Aktualisierung und möchte für diese Überlegungen gleich mehrere gute Gründe ins Feld führen.

Innovation ist ausgebremst: Im Gegensatz zu den Anfangsjahren bleiben die wirklichen Veränderungen aus beziehungsweise gibt es immer nur noch kleinere Neuerungen. Der Wunsch, diese unbedingt besitzen zu müssen, bleibt bei mir und anderen potenziellen Kunden vermehrt aus.

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Besser: Apple „sammelt“ die neuen Features und haut diese nur noch aller 1,5 bis 2 Jahre unters zahlende Volk. Der Aha-Effekt und die damit verbundene Außenwirkung wären wesentlich größer.

iPhones werden länger genutzt: Ich gehörte ja schon immer zu den Langzeitnutzern. Vier oder gar fünf Jahre muss bei mir so ein Apple-Handy seinen Dienst verrichten. Damit griff ich einem anhaltenden Trend vorweg. Kundinnen und Kunden müssen nämlich nicht mehr jedes Jahr das neueste Modell besitzen, denn das alte Modell ist längst nicht mehr so altbacken wie bisher angenommen.

Warum heißt das iPhone eigentlich iPhone? Die Antwort:

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Apple macht mehr Gewinn: Die Entwicklung eines neues iPhone-Modells kostet Geld. Wenn man dieses iPhone dann aber über einen längeren Zeitrahmen zu einem stabil hohen Preis verkaufen kann, sinken die Kosten und die Margen steigen. Es wäre also im ureigensten Interesse von Apple, die Produktlaufzeiten der iPhones zu verlängern.

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Letztlich kann dies nur gelingen, wenn man in Cupertino endlich aus dem jährlichen Rhythmus herausfällt und sich traut, im Herbst eben mal kein neues Modell einzuführen. Stattdessen gerne dann ein iPhone-Event im Frühjahr.

Meine Gedanken zum Wochenende: Die Kolumne möchte Denkanstöße liefern und den „News-Schwall“ der Woche zum Ende hin reflektieren. Eine kleine Auswahl der bisherigen Artikel der Kolumne:

Apples mögliche Vorbildwirkung

In anderen Produktsegmenten ist man bereits so weit. Neue Macs gibt es regelmäßig, aber eben nicht unbedingt im jährlichen Rhythmus. Auch bei den iPads versucht sich Apple in längeren Produktzyklen. So werden wir beispielsweise ein neues iPad Pro in diesem Jahr wohl nicht mehr sehen.

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Was gegen längere Laufzeiten spricht, wäre wahrscheinlich die Angst vor der Konkurrenz. Samsung und Co. würden Apple quasi davon- und die Kunden ihnen hinterherlaufen. Doch würde dies wirklich so eintreffen?

Es wäre nicht das erste Mal, wenn der Wettbewerb Apple kopieren würde. Im Angesicht der knappen Margen bei der Android-Konkurrenz wäre die wahrscheinlich sogar glücklich, wenn die gesamte Branche mal auf die Bremse drücken würde. Apple könnte am Ende erneut die Führungsrolle übernehmen und zur Nachahmung anregen.

Denkt mal drüber nach. Schönen Sonntag noch.

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