Samsung zieht den Stecker: Smartphone-Abteilung vor großem Neuanfang

Kaan Gürayer 1

In Samsungs Smartphone-Abteilung stehen große Änderungen ins Haus: Bei einem langjährigen Projekt hat der südkoreanische Hersteller unerwartet den Stecker gezogen. Für die Zukunft könnte das leistungsstärkere Handys bedeuten – unklar ist aber, ob bereits das Galaxy S11 von der Entscheidung profitiert. 

Samsung zieht den Stecker: Smartphone-Abteilung vor großem Neuanfang
Bildquelle: GIGA.

Während Samsung in den USA und China auf Qualcomm-Chips in seinen Galaxy-Smartphones setzt, müssen Käufer in anderen Ländern mit den hauseigenen Exynos-Chips Vorlieb nehmen. Seit dem Galaxy S7 basieren die SoCs auf selbst entwickelten Mongoose-Kernen. Damit ist jetzt jedoch Schluss, wie Golem unter Berufung auf Sdemi Accurate  berichtet.

Samsung stellt Entwicklung eigener Prozessor-Kerne ein

Demnach hat der Branchenprimus die Entwicklung der Mongoose-Kerne eingestellt und die CPU-Abteilung des Samsung Austin R&D Center (SARC) im US-amerikanischen Texas aufgelöst.

Über die Gründe für diesen Schritt kann derzeit nur spekuliert werden, ein offizielles Statement von Samsung steht noch aus. Womöglich hat der Handyhersteller keine Zukunft mehr für die eigenen Mongoose-Kerne gesehen, die vor allem in jüngerer Zeit leistungstechnisch nicht mehr mit dem Standard-Prozessordesign von ARM mithalten konnten und auch Probleme bei der Wärmeentwicklung hatten.

In Zukunft könnten Samsung-Smartphones wieder auf dem ARM-Standard basieren, was unter anderem in einer besseren Performance bei Multi-Core-Aufgaben resultieren dürfte.

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Samsung Galaxy S11: Reicht die Zeit für einen stärkeren Prozessor?

Unklar ist, ob bereits das Galaxy S11 von den Änderungen in Samsungs Chip-Abteilung profitiert. Das nächste Top-Smartphone der Südkoreaner wird im Frühjahr 2020 erwartet und soll Gerüchten zufolge neben einer 108-MP-Kamera auch ein Infrarot-Spektrometer an Bord haben. Ein neuer, leistungsstärkerer Prozessor wäre da das Tüpfelchen auf dem i – wenn die Zeit reicht.

GIGA hat bei Samsung angefragt und um eine Stellungnahme gebeten, wie es in Zukunft mit den eigenen Exynos-Prozessoren weitergeht.

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