Während AMD in den letzten Jahren den Hardware-Markt auf den Kopf gestellt und einige spannende neue Konzepte etabliert hat, scheint Intel an Altem festhalten zu wollen. Zumindest in einer Frage bleibt sich der Chiphersteller auch in Zukunft weiter treu – zum Leidwesen der Kunden. 

Intel Alder Lake-S: Neue Desktop-Prozessoren setzen auf anderen Sockel

Seit dem Start der ersten Ryzen-Generation setzt AMD auf seinen AM4-Sockel. Aus diesem Grund sind auch Nutzer eines alten X370-Boards in der Lage, einen aktuellen Ryzen-3000-Prozessor zu nutzen. Hierfür ist lediglich ein BIOS-Update notwendig. Bei Intel hingegen sieht das etwas anders aus. In regelmäßigen Abständen wechselt der Branchenprimus seinen CPU-Sockel. Wer aufrüsten will, kommt also meist nicht darin vorbei, sich auch ein neues Motherboard zuzulegen.

Wie die PCGamesHardware berichtet, wird sich das auch in Zukunft nicht ändern. Intel selbst stellte einen entsprechenden Eintrag online, aus dem hervorgeht, dass man mit Alder Lake-S (Nachfolger der Rocket-Lake-S-Prozessoren für den Desktop) auch einen neuen Sockel an den Start bringen wird: LGA 1700.

Zur Erinnerung: Intel aktuelle Desktop-Prozessoren mit dem Codenamen Comet Lake-S wurden bereits mit einem neuem Sockel ausgeliefert: LGA 1200. Da Rocket Lake-S noch in diesem Jahr Comet Lake beerben soll, dürfte der erst kürzlich etablierte LGA-1200-Sockel also schon bald wieder zum alten Eisen gehören. Schließlich ist davon auszugehen, dass Alder Lake-S bereits 2021 erscheint.

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Mit anderen Worten: Intel bleibt sich selbst und seiner Philosophie weiterhin treu, was den Kunden jedoch gar nicht schmecken dürfte – und sie unter Umständen in die Arme der Konkurrenz treibt:

AMD vs. Intel: Wie sich Intel die Butter vom Brot klauen lässt

Neue Desktop-Prozessoren von Intel: Das ist über Alder Lake-S bekannt

Viele Informationen nebst dem Sockelwechsel sind über Alder Lake-S noch nicht bekannt. Aktuell geht man jedoch davon aus, dass Alder Lake-S ähnlich wie die ARM-Chips von Qualcomm auf eine BigLITTLE-Architektur setzt. Das bedeutet, dass auf einem Chip sowohl leistungsstarke als auch leistungsarme Rechenkerne untergebracht werden. Auf diese Weise könnte sich der Stromverbrauch bei weniger anspruchsvollen Aufgaben absenken lassen, ohne die maximale Leistungsfähigkeit des Systems zu kastrieren.

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Des Weiteren soll Alder Lake-S erstmals DDR5-Speicher unterstützen. Nähere Informationen zu Intels übernächster Chip-Generation dürften im Laufe der Zeit bekannt werden. Fraglich bleibt, wie lange Intel seinen Kurs beibehalten kann, bevor AMD rechts an ihnen vorbeizieht.

Robert Kohlick
Robert Kohlick, GIGA-Experte für Gaming-Hardware, -PCs und -Laptops.

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