Die Finalisten für das Auto des Jahres 2023 stehen fest. Unter den Anwärtern auf den prestigeträchtigen Titel taucht ein E‑Auto auf, mit dem so gar nicht zu rechnen war: Toyotas bZ4X. Der skandalumwitterte E-SUV macht mehr oder weniger die ganze Verleihung zur Farce.

Kein Scherz: Toyotas bZ4X könnte Auto des Jahres 2023 werden

Das Rennen um den Titel des Auto des Jahres 2023 ist eröffnet. Sieben Kandidaten treten in den kommenden Wochen gegeneinander an, eine Jury wird die Entscheidung treffen, welches Modell im kommenden Jahr ausgezeichnet wird. Doch unter den Finalisten lässt ein Eintrag aufhorchen. Nominiert sind diese Fahrzeuge:

Mit dem Toyota bZ4X ist ein Elektro-SUV unter den Anwärtern auf das Auto des Jahres 2023, das im Jahr seines Marktstarts 2022 vollständig zurückgerufen wurde. Bei dem japanischen E‑Auto konnten sich Nabenbolzen an den Rädern lösen. Schlimmstenfalls sorgt das dafür, dass sich während der Fahrt die Räder verabschieden. Unfälle wegen des krassen Mangels wurden keine bekannt.

Toyota musste nach dem Rückruf über Monate die Produktion komplett einstellen, weil es so lange dauerte, die Mängel in den Griff zu kriegen. Die Japaner müssen sich ankreiden lassen, dass man beim bZ4X die eigentlich so hohen Qualitätsstandards gründlich hat schleifen lassen.

Aber offenbar nicht so gründlich, dass es nicht noch für eine Chance auf das Auto des Jahres reicht. Für Subaru ist besonders bitter, dass das baugleiche E-SUV Solterra durch den Ruf des Bruders wohl gleich zum Start in Mitleidenschaft gezogen werden dürfte.

Auto des Jahres: Alles deutet auf Sieg für ein E‑Auto

Positiv an der Vorauswahl der Jury, die ihre siebenköpfige Shortlist aus 27 Kandidaten auswählte, ist immerhin der Anteil an Elektroautos. Fünf reine Stromer kommen für den „Car of the Year“-Award in Frage: Der Jeep Avenger als erstes E‑Auto der US‑Marke, Nissans neues Elektro-Aushängeschild Ariya, der langfristig den Leaf ablösen soll, VWs zurückgekehrter Elektro-Bulli und eben das Gespann aus Toyota bZ4X und Subaru Solterra (Quelle: Autocar).

Der Kostenvorteil von E‑Autos schwindet mit dem bald geringeren Umweltbonus:

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Auch der Kia Niro ist als reines E‑Auto erhältlich oder als Plug-In-Hybrid. Kia stellte übrigens mit dem EV6 den Vorjahressieger. Den Peugeot 408 hingegen gibt es als Benziner oder Plug‑In-Hybrid, eine reine Elektrovariante soll erst noch folgen. Den Renault Astral, Nachfolger des Kadjar, wird es hingegen nur in verschiedenen Hybridversionen geben. Er ist der einzige Pkw im Rennen ohne Stecker.