Das Projekt Trinity sollte eigentlich das Aushängeschild von VWs neue Elektroweg werden. Jetzt müssen die Verantwortlichen zurück ans Zeichenbrett. Die geplante Elektrolimousine ist bei den VW-Chefs durchgefallen – und wird sich obendrein lange verspäten.

 
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VW rudert zurück: E-Auto-Flaggschiff Trinity verschoben

Mit seiner ID-Reihe hat Volkswagen ein erfolgreiches Kapitel für den Weg zur Elektromobilität aufgeschlagen. Doch der wird nun anders fortgesetzt, als ursprünglich geplant. Das Projekt Trinity wird zurück auf Anfang gesetzt. Ab 2026 sollte eine bahnbrechende Elektrolimousine daraus hervorgehen. Bei Konzernboss Oliver Blume und VW-Markenchef Thomas Schäfer kam Trinity nicht gut an, wie die Automobilwoche berichtet (via Golem).

Blume und Schäfer seien einig, dass das neue E-Auto der Wolfsburger nicht markant genug sei. Ob das nur eine Frage des Designs ist oder sich auch auf technische Aspekte bezieht, ist unklar. Was jedoch klar ist: Der Neustart wird Zeit kosten. Mindestens zwei Jahre später soll VWs neues Aushängeschild nun erst erscheinen. Ein Marktstart vor 2028 fällt flach.

Was Kundinnen und Kunden dann erwartet, ist einigermaßen offen. Trinity sollte eigentlich eine vollelektrische Limousine werden, die mit technischen Raffinessen ebenso punkten sollte wie mit einer starken Reichweite. Dafür hatte man unter anderem einen Bestwert beim Luftwiderstandsbeiwert (cW-Wert) angepeilt. Auch Features für autonomes Fahren sollten den Trinity an die Spitze katapultieren.

Der Automobilwoche zufolge könnte es stattdessen nun auch wieder auf ein SUV herauslaufen. Das ist aber nicht bestätigt. Den technischen Besonderheiten und fortschrittlichen Assistenzprogrammen tut das keinen Abbruch. Die Ambitionen auf den Reichweiten-Thron würde man hingegen mit dieser Entscheidung wohl zwangsläufig aufgeben. Ob es dazu kommt, werden wir wohl erst in einiger Zeit erfahren, wenn man bei VW für den Trinity eine neue Richtung gefunden hat.

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Trinity nur der Anfang: Volkswagen stellt sich neu auf

Mit dem Rückschritt bei Trinity fällt auch eine Neuausrichtung bei VW zusammen. In Zukunft will Blume, dass die Software bei den Autos der Wolfsburger den ersten Platz einnimmt. Neue Modell sollen auf der Software aufbauen statt wie bisher andersherum.

Ein Gutes hat das Chaos bei Trinity aber: Um die Lücke zu füllen, soll VW ein neues, kompaktes E-SUV planen, mit dem wir folglich 2026 rechnen können. Golem zufolge wird es in der Golf-Klasse antreten. Was der Schritt für den Verbrenner-Ausstieg bei VW bedeuten könnte, ist noch nicht bekannt.