Wer trägt die Verantwortung, wenn ein Tesla mit eingeschaltetem Autopiloten einen schweren Unfall verursacht? Diese Frage steht im Mittelpunkt eines Gerichtsverfahrens. Der Fahrer ist wegen fahrlässiger Tötung angeklagt, obwohl er selbst das E-Auto nicht gesteuert hat.

 
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Tesla: Fahrlässige Tötung trotz Autopilot?

In den USA muss sich der Fahrer eines Teslas vor Gericht verantworten. In seinem Elektroauto war der Autopilot eingeschaltet, als der Wagen eine rote Ampel überfuhr. Zwei Menschen kamen so ums Leben. Der Anklage zufolge steht eine zweifache fahrlässige Tötung im Raum. Es dürfte sich um das erste größere Verfahren mit derartiger Anklage handeln (Quelle: Washington Post).

Der amerikanischen Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA zufolge, die den Fall untersucht hat, war der Autopilot zum Zeitpunkt des schweren Unfalls definitiv eingeschaltet. Der Fahrer hat sein Tesla Model S also nicht selbst gesteuert. Über die „Traffic Light and Stop Sign Control“ sollten die autonomen Systeme des Elektroautos eigentlich Ampeln erkennen und entsprechend reagieren.

Der Unfall hat sich bereits Ende 2019 ereignet, ist aber erst jetzt durch Gerichtsakten öffentlich geworden. Die Staatsanwaltschaft hat im Oktober 2021 Anklage wegen fahrlässiger Tötung erhoben. Bei dem Zusammenstoß des Teslas mit einem Honda Civic erlitt auch ein Beifahrer des E-Autos Verletzungen, die sich im Krankenhaus als nicht lebensbedrohlich herausstellten.

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Tesla: Fahrer müssen eingriffsbereit sein

Tesla gibt generell an, dass Fahrer auch bei eingeschalteten Assistenzsystemen jederzeit eingriffsbereit sein müssen. Die Straße soll stets beobachtet werden. Wie leicht sich der Autopilot von Tesla austricksen lässt, hat bereits ein anderer Fall gezeigt.

In den USA gab es bislang rund 30 genauer untersuchte Unfälle, bei denen der Tesla-Autopilot aktiv war. Im Jahr 2020 fielen die Assistenzsysteme bei einem Test der Verbraucherorganisation Consumer Reports durch.