US-Bann: Huawei kann etwas aufatmen – so geht es jetzt weiter

Peter Hryciuk 12

Huawei hat die Krise mit dem US-Bann noch nicht überstanden – auch wenn es zwischenzeitlich so aussah. Heute sollte die Ausnahmegenehmigung auslaufen, durch die US-Unternehmen weiterhin mit dem chinesischen Unternehmen Geschäfte machen dürfte. Nun gibt es Entwarnung.

US-Bann: Huawei kann etwas aufatmen – so geht es jetzt weiter
Bildquelle: GIGA.

Ausnahmegenehmigung für Huawei wurde verlängert

Update vom 19.08.2019: Wie bereits erwartet, hat die US-Regierung die Ausnahmegenehmigung für Huawei um 90 Tage bis zum 19. November 2019 verlängert. Es wurden aber weitere Schwestergesellschaften von Huawei auf die schwarze Liste gesetzt, die sich nun an die Restriktionen halten müssen. Damit sind mehr als 100 Huawei-Organisationen von dem Bann betroffen und können nur mit Einschränkungen Geschäfte machen. Huawei-Kunden in Europa können damit zunächst einmal aufatmen. Die Präsentation des Mate 30 Pro in wenigen Wochen scheint damit auch sicher. Wie es danach weiter geht, ist unklar. Vermutlich erfahren wir das wieder erst am letzten Tag, bevor die vollständigen Sanktionen wirklich in Kraft treten.

Originalartikel:

Der US-Bann hat für Huawei bereits schwere Folgen. Die Verkaufszahlen von Smartphones sind deutlich gesunken, wovon in Europa in erster Linie Samsung und Xiaomi profitieren. Über Huawei hängt nämlich seit dem 21. Mai 2019 ein Damoklesschwert, das jederzeit für eine Katastrophe sorgen kann. Seit diesem Tag gilt nämlich eine 90-tägige Ausnahmegenehmigung für US-Unternehmen, die mit Huawei weiterhin in einem gewissen Maße arbeiten wollen. Damit wird sichergestellt, dass Android-Smartphones und -Tablets von Huawei weiterhin Updates erhalten. Diese Ausnahmegenehmigung läuft heute, am 19. August 2019, ab. Laut den Informationen der Nachrichtenagentur Reuters soll die Ausnahmegenehmigung aber verlängert werden – wieder um 90 Tage.

Offiziell ist die Verlängerung der Ausnahmegenehmigung für Huawei noch nicht bestätigt. Die US-Regierung missbraucht Huawei seit dem ersten Tag als Spielball im Handelsstreit mit China, sodass das Unternehmen mit einer solchen Einschränkung weiterhin an der kurzen Leine gehalten wird. Gewisse Geschäfte sind möglich, zum normalen Alltag kehrt man damit aber nicht zurück. Immerhin kann so eine Ausnahmegenehmigung jederzeit widerrufen und Huawei stark getroffen werden. Potenzielle Kunden von Huawei-Geräten leben also auch weiterhin mit der Gefahr, dass die Sanktionen negative Auswirkungen haben könnten.

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Huawei gibt Zukunftsversprechen an Kunden

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Huawei versucht, die Kunden mit dem „Zukunftsversprechen“ zu beruhigen. Bereits im Umlauf befindliche Geräte, wie das Huawei P30 Pro oder Mate 20 Pro, werden natürlich weiterhin mit Android-Updates versorgt, können auf den Google Play Store zugreifen und ohne Einschränkungen WhatsApp nutzen. Wenn die Ausnahmegenehmigung nochmals um 90 Tage erweitert wird, dürfte das auch für das Mate 30 Pro gelten, das im September vorgestellt werden soll. Dieses Smartphone wird dann auch mit dem Android-Betriebssystem laufen. Veränderungen gibt es also keine. Trotzdem ist die Unsicherheit da, was in Zukunft wirklich passiert, wenn der Handelsstreit zwischen den USA und China eskaliert. Die leidtragenden sind die europäischen Kunden – und Huawei als Unternehmen.

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