„Keine allgemeine Begnadigung“: Zitterpartie für Huawei geht weiter

Kaan Gürayer 3

Die Zitterpartie für Huawei geht weiter: Nachdem am Wochenende bekannt wurde, dass US-Präsident Donald Trump die US-Sanktionen gegen den chinesischen Hersteller lockern würde, rudert sein Wirtschaftsberater jetzt zurück. Das sei „noch nicht das letzte Wort“, heißt es. Widerstand gegen ein zu sanftes Vorgehen gegen Huawei regt sich auch an anderer Stelle. 

Update: Auf Anfrage hat uns die deutsche Pressestelle von Huawei folgendes Statement geschickt: „Wir haben die gestrigen Kommentare des US-Präsidenten hinsichtlich HUAWEI zur Kenntnis genommen und haben derzeit keine weiteren Anmerkungen.“ Von Google gibt es noch kein inhaltliches Statement.

Originalartikel: 

Huaweis Zukunft ist weiter ungewiss: Zwar hat US-Präsident Donald Trump nach einem Gespräch mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping im Rahmen des G20-Gipfels wieder Lieferungen von US-Unternehmen an den Konzern erlaubt, ganz vom Haken scheint Huawei damit aber noch nicht zu sein.

Trumps Wirtschaftsberater: Keine allgemeine Begnadigung für Huawei

Gegenüber der TV-Sendung „Fox News Sunday“ sagte Larry Kudlow, Direktor des Nationalen Wirtschaftsrates der Vereinigten Staaten, dass die Erlaubnis von Trump „keine allgemeine Begnadigung“ für Huawei darstelle. Das berichtet PhoneArena unter Berufung auf Reuters. In der Sache sei „noch nicht das letzte Wort gesprochen.“ In die gleiche Kerbe schlägt auch der einflussreiche US-Senator Lindsey Graham, der warnte, dass der US-Senat „nicht glücklich“ sein werde, wenn die US-Regierung gegenüber Huawei zu viele Zugeständnisse mache.

Laut Kudlow werde das Handelsministerium Huawei lediglich zusätzliche Lizenzen gewähren, um Produkte einzukaufen, die „weltweit verfügbar“ seien. Als Beispiel nannte Trumps Wirtschaftsberater Prozessoren, die von US-Unternehmen verkauft werden.

So schlägt sich das aktuelle Huawei-Flaggschiff im Kamera-Duell mit der Konkurrenz: 

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Android-Updates für Huawei-Smartphones gesichert?

Damit dürfte Huawei wohl wieder auf die Chipdesigns von ARM zugreifen können, die die Basis der eigenen Kirin-Prozessoren bilden. Zwar ist ARM ein britisches Unternehmen, da aber Teile des ARM-Chipdesigns auf Technologien von US-Konzernen basieren, hat der Hersteller Ende Mai die Geschäftsbeziehungen mit Huawei auf Eis gelegt. Der Passus „weltweit verfügbar“ dürfte auch auf die Google-Apps und den Google Play Store zutreffen, womit künftige Android-Updates zumindest vorerst wieder gesichert wären. Ein Erklärung seitens Huawei oder Google steht hierzu aber noch aus.

GIGA hat bei beiden Unternehmen um ein Statement gebeten und wird den Artikel aktualisieren, sobald neue Informationen verfügbar sind.

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