Verrückt: Sony stellt eigenes Auto vor – aus gutem Grund

Robert Kohlick

Audiogeräte, Fernseher, Konsolen, Kameras und Smartphones – für diese Produkte kennt man Sony. Das scheint dem japanischen Großkonzern aber nicht zu reichen. Auf der CES stellte das Unternehmen sein eigenes Auto vor – und das könnte einen interessanten Grund haben. 

Sony Vision-S: Das kann das Elektroauto des Technikkonzerns

Kurz vor dem Ende von Sonys diesjährigen CES-Präsentation rollt auf einmal ein Auto auf die Bühne – der Sony Vision-S. Damit hatte im Publikum wahrscheinlich keiner gerechnet – denn bislang hat der Konzern zu keiner Zeit durchblicken lassen, dass man insgeheim an einem eigenen Elektroauto arbeitet. Zwar beliefert das Unternehmen einige Hersteller mit Kameras, dass das Unternehmen aber so weit gehen würde, konnte keiner ahnen.

Vision-S: Sonys neues Elektroauto im Vorstellungsvideo.

Viele Informationen zum Tesla-Konkurrenten gab Unternehmenschef Kenichiro Yoshida während der kurzen Präsentation noch nicht preis. Der erste Prototyp bietet ingesamt vier Sitzplätze, beschleunigt von 0 auf 100 in etwa 4,8 Sekunden und fährt in der Spitze 240 km/h. Angaben zur Reichweite des Elektroautos wurden keine gemacht.

Des Weiteren verfügt der Vision-S über 33 Sensoren, die nicht nur stets die Umgebung sondern auch das Fahrzeuginnere im Auge behalten. Neben Kameras setzt Sony hierbei auch Lidar-Sensoren ein, welche ein 3D-Bild der Umgebung erzeugen und Abstände noch präziser messen sollen.

Das Display im Cockpit-Bereich soll sich beinahe über die komplette Länge des Armaturenbrettes erstrecken, Mitfahrer auf der Rückbank bekommen eigene Bildschirme zur Verfügung gestellt. Dabei will es Sony durch intelligente Platzierung zahlreicher Lautsprecher schaffen, dass jeder Insasse nur seine eigene Audio-Umgebung hören kann, ohne dabei von den anderen Geräuschquellen belästigt zu werden.

Sony setzt bei seinem Elektroauto auch auf KI- und Cloud-Technologie, die Anbindung soll über den neuen 5G-Mobilfunkstandard erfolgen. So ein Auto baut sich nicht von alleine – und so hat Sony bei der Konzeption unter anderem auf die Hilfe von Unternehmen wie Bosch, Nvidia, Blackberry und Qualcomm zurückgegriffen.

Informationen zum Verkaufsstart des Vision-S blieb der Konzernchef ebenso schuldig wie die Angabe eines prognostizierten Verkaufspreises. Wer weiß, ob Sonys Elektroauto überhaupt jemals den Prototyp-Status hinter sich lassen wird.

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Sonys Elektroauto: Nichts weiter als eine Technikdemo?

Doch warum steigt Sony jetzt in die Automobilindustrie ein? Wird man sich wirklich mit Branchengrößen wie Tesla, BMW oder Audi messen können? Oder steckt ein ganz anderer Plan dahinter? Das Fachmagazin TechCrunch vermutet, dass es Sony gar nicht wirklich um den Verkauf des Autos an sich geht. Stattdessen soll der Vision-S eher als Technikdemo für andere Hersteller innerhalb der Branche dienen, die einzelne Komponenten bei Sony einkaufen könnten.

Ob Sonys neues Auto wohl auch auf einige andere Innovationen setzt?

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Eine ähnliche Strategie soll Gerüchten zufolge damals auch Crytek mit der Veröffentlichung des ersten Crysis verfolgt haben. Das Spiel diente nur als Vehikel, um die Leistungsfähigkeit der CryEngine aufzuzeigen.

Was sagt ihr zu Sonys neuem Elektroauto? Ein cleverer Schachzug des Unternehmens? Oder sollte der Konzern sich lieber weiterhin auf Unterhaltungselektronik fokussieren? Schreibt uns in die Kommentare.

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