Ein E-Auto kann sich nicht jeder leisten. Doch auch Verbrenner sind inzwischen oft keine Schnäppchen mehr, von Benzin oder Diesel ganz zu schweigen. Bahnfahren, 9-Euro-Ticket beziehungsweise 49-Euro-Ticket, Flüge – wie auch immer wir von A nach B kommen wollen, wir müssen dafür tiefer in die Tasche greifen.

Die inflationäre Preisspirale schraubt sich gefühlt Tag für Tag in neue Höhen. Das merken wir alle inzwischen nicht mehr nur an der Supermarktkasse, auf der Rechnung des Energieversorgers oder beim Blick auf das Konto. Auch wer pendelt, verreist oder einfach regelmäßig das Auto nutzt, um von A nach B zu kommen, spürt die vielen Kostenexplosionen deutlich – und daran wird sich wohl so bald nichts gravierendes ändern.

49 Euro fürs neue Klimaticket? Bei dem Preis wird sich das Interesse in Grenzen halten

Dass der Nachfolger des 9-Euro-Tickets längst nicht so günstig werden würde wie das Original, war klar. Aber ein monatliches 49-Euro-Ticket, das obendrein nur im Jahresabo angeboten wird, spielt in einer ganz anderen Liga.

Rechnen wir kurz mal nach: 9-Euro-Ticket – das kostete 9 Euro im Monat. Wer es nur für einen Monat nutzen wollte, zahlte 9 Euro. Wer die ganzen drei Monate damit fahren wollte, musste 27 Euro auf den Tisch legen. Wer sich voraussichtlich ab 2023 für den als Klimaticket angepriesenen Nachfolger entscheidet, zahlt 49 Euro für einen Monat. Die Konditionen, so weit schon bekannt, bleiben gleich: Öffentlicher Nah- und Regionalverkehr in ganz Deutschland ist inklusive. Aber das Klimaticket soll es nur im Jahresabo geben.

Das wäre ein Preisschock sondergleichen, aufs Jahr gerechnet kämen 588 Euro zusammen. Fest steht es zwar noch nicht, aber das Klimaticket soll wohl monatlich kündbar sein. So kehrt zumindest ein Teil der Einfachheit des Vorgängers zurück. Trotzdem bleibt die simple Wahrheit: Kunden zahlen beim Nachfolger mehr als den fünffachen Preis des 9-Euro-Tickets.

AdBlue, Diesel, Benzin: Verbrenner sind keine Alternative zum Geld sparen

Also doch wieder mehr Auto fahren, um Geld zu sparen? Das ist leider ein Trugschluss. Wer sich in den letzten Monaten an Zapfsäulen umgesehen hat, weiß: Die Preise für Benzin und Diesel kennen nur eine Richtung. An der extremen Teuerung hat auch der Tankrabatt kaum etwas geändert. In den letzten Wochen macht vor allem der Diesel weiter starke Preissprünge.

Dieselfahrer haben aber noch ein ganz anderes Problem: Der wichtige Zusatzstoff AdBlue wird in Deutschland zur absoluten Mangelware. Während in Frankreich die Kraftstoffvorräte zur Neige gehen, müssen manche Dieselfahrer hierzulande zusehen, wie der Wagen in Zukunft überhaupt noch anspringt. Denn der Nachschub ist knapp und wer doch noch AdBlue bekommt, zahlt inzwischen oft das Dreifache des Preises von vor einigen Monaten.

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Autokauf wird immer teurer – doch es gibt Hoffnung

Da kann sich glücklich schätzen, wer bereits aufs Elektroauto umgestiegen ist – zumindest etwas. Der ebenfalls teurere Strom sorgt dafür, dass auch E-Autos nicht mehr so günstig unterwegs sind wie noch vor einem Jahr. Außerdem kommt es beim Strompreis, ähnlich wie bei klassischen Kraftstoffen auch darauf an, wo ihr euer E-Auto anschließt: Bei der Arbeit, zuhause oder an einer öffentlichen Ladesäule – und selbst dabei ist entscheidend, in welcher Stadt sie steht.

Mobilität – da tut sich was: E-Autos, elektrische Fahrräder, E-Scooter, ein Nachfolger für das 9-Euro-Ticket in Bus und Bahn – all das bewegt uns im doppelten Sinn. Und was hat sich in Sachen Mobilität so getan?

Wer jetzt erst wechseln will, muss nicht nur mit teuren Strompreisen rechnen, sondern auch beim Kauf tiefer in die Tasche greifen. Jüngstes Beispiel für einen der teuren neuen Luxus-Stromer ist der Polestar 3. Das E-SUV haben die Schweden kürzlich vorgestellt und rufen stolze 89.900 Euro auf – Startpreis wohlgemerkt. Doch es gibt auch gute Zeichen für Autokäufer.

Teure Strompreise versauen E-Autos ihren Kostenvorteil:

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Alles in allem bleibt die Frage: Wenn die Kosten weiter so in die Höhe schnellen, wer soll sich da einen mobilen Lebensstil noch leisten können? Auch die Preise für Flugtickets sind deutlich gestiegen, die Deutsche Bahn hat ihre neuen – natürlich höheren – Preise ab Dezember angekündigt. Ohne Trendwende müssen sehr viele Deutsche in Zukunft ganz genau überlegen, welche Reisen sie sich noch leisten können. Ob der neue Job in der Großstadt sich lohnt, wenn das Gehalt beim Pendeln draufgeht. Oder ob man auf ein eigenes Auto nicht besser gleich verzichtet.