Die Nachfrage nach Chips ist explodiert und die wichtigsten Hersteller kommen mit der Produktion nicht mehr hinterher. Das dürfte sich auch in den nächsten Jahren nicht ändern, prognostiziert der Chef von Intel. Auch in Zukunft sei mit Lieferengpässen zu rechnen – mit ganz konkreten Auswirkungen.

Intel-Chef: Chip-Krise wird weiter andauern

Nachdem sich Intel-Chef Pat Gelsinger bereits Anfang Mai mit einer düsteren Prognose zu Wort meldete, hat er seine Aussicht auf die nächsten Jahre nun auf einer Fachmesse in Taipeh bekräftigt, wie Reuters berichtet. Weder kurzfristig noch mittelfristig sei mit einer Entspannung der Lage zu rechnen, meint er. Sowohl Hersteller wie auch Kunden müssen sich in den nächsten Jahren weiter auf Engpässe einstellen, was Chips und weitere Bauteile von Elektronikgeräten angeht.

Gelsinger zufolge sieht es derzeit zwar besser aus als noch vor ein paar Wochen, doch von einer Rückkehr zur Normalität könne bislang nicht die Rede sein. Der Mangel an Chips hat unter anderem für Autohersteller sehr konkrete Auswirkungen. Hier stehen mitunter die Bänder still, da entsprechende Bauteile schlicht nicht verfügbar sind. Intel möchte nachhelfen und Autohersteller mit eigenen Chips beliefern.

Auch TSMC als weltweit größter Chiphersteller berichtet von Schwierigkeiten bei der Lieferung. Man möchte aber die Produktion stark anziehen, um die Nachfrage bedienen zu können. Auch hier spielt die Unterbrechung von Fertigungsketten während der Corona-Pandemie eine große Rolle. Erschwerend kommt hinzu, dass viele Büroarbeiter weiter im Home-Office tätig sind, was zu einem Ansturm auf Notebooks und andere Elektronikgeräte geführt hat.

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Intel könnte Fabrik in Deutschland bauen

Neben einer wenig aufmunternden Prognose hat Gelsinger bestätigt, dass man die Produktion in Europa ausbauen möchte. Hier wird zumindest erwägt, einen Standort in Deutschland zu wählen.