WhatsApp hat sich mit seinen geänderten Nutzungsbedingungen keinen Gefallen getan. Monate nach den ersten Ankündigungen gibt es noch immer viele Nutzer, die dem Messenger den Rücken kehren. Was es dabei zu beachten gilt, verraten die Verbraucherschützer aus Nordrhein-Westfalen.

 

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Wechsel von WhatsApp: Darauf sollten Nutzer achten

WhatsApp hat sich neue Datenschutzregeln und Nutzungsbedingungen gegeben. Wer ihnen nicht zustimmt, muss derzeit aber nur mit einem auf Dauer nervigen Popup-Fenster leben, das zur Zustimmung bewegen soll. Auch wenn das WhatsApp-Konto nicht gelöscht wird, schauen sich seit Bekanntwerden der Pläne viele Nutzerinnen und Nutzer nach Alternativen um. Dabei hilft die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen mit Hinweisen, die beim Wechsel zu einem anderen Messenger hilfreich sein können (Quelle: Verbraucherzentrale NRW).

Der Verbraucherzentrale zufolge ist es eine der zentralen Fragen, in welchem Land die Server des jeweiligen Messengers betrieben werden. Während WhatsApp, Facebook, Skype und Telegram ihre Server weltweit betreiben, verarbeitet Signal die Nutzerdaten in den USA. Mit Ginlo gibt es nur einen einzigen Messenger, der den Betreibern zufolge ausschließlich auf Server in Deutschland setzt. Beim kostenpflichtigen Threema befinden sich Server in der Schweiz und in der EU.

Wechselwillige Nutzer sollten sich auf der Suche nach Alternativen auch fragen, welche Daten die Messenger abfragen. So muss etwa nur bei Skype, Threema und Wire die eigene Handynummer nicht angegeben werden.

Kritisch ist es nach Ansicht der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, wenn ein Messenger zwingend auf das Adressbuch des Telefons zugreifen möchte. Somit werden nicht nur die eigenen Kontaktdaten, sondern auch die von Freunden und Verwandten dem Messenger zur Verfügung gestellt. Bei WhatsApp und Telegram lassen sich keine neuen Chats starten, wenn der Zugriff auf das Adressbuch verweigert wird.

Einen Überblick über die gängigen WhatsApp-Alternativen findet ihr im Video:

TECH.tipp: WhatsApp-Alternativen

Ende-zu-Ende-Verschlüsselung: Die Unterschiede der Messenger

Auch die Verschlüsselung ist ein wichtiges Thema. Einige Messenger besitzen mittlerweile eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Eine derartige Verschlüsselung ist bei WhatsApp, Threema, Signal und Ginlo sowie bei Wire zu finden. Bei Telegram hingegen muss sie erst selbst vom Nutzer aktiviert werden und steht dabei nicht in Gruppenchats zur Verfügung. Auch der Facebook Messenger und Skype arbeiten nach dem gleichen Prinzip.