Es passiert tatsächlich: Nachdem die EU und Netflix erste Gespräche geführt haben, die stark angestiegene Nutzung der Videostreams nicht zur Belastungen für das Internet werden zu lassen, wird nun reagiert.

 

Netflix Serien & Filme: Angebot und Kosten des Streaming-Dienstes

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Netflix: Videos mit geringerer Bitrate

Update vom 19.03.2020: Nach den Gesprächen zwischen der EU und Netflix hat sich der Streaming-Anbieter dazu bereit erklärt, die Bitrate der Videostreams um 25 Prozent zu reduzieren und so das Internet in Europa zu entlasten – berichtet The Verge. Das ist ein Kompromiss zwischen einer notwendigen Maßnahme und einer immer noch guten Qualität für die Kunden. Die Einschränkung gilt für 30 Tage. Welche Qualität die Videostreams nun genau haben, hat Netflix nicht erklärt. Zwischenzeitlich stand beispielsweise in der Schweiz eine Abschaltung von Videostreams im Raum, da das Netz zu überlasten drohte. Um das zu vermeiden, geht man nun diesen Weg.

Originalartikel:

Die EU-Kommission beobachtet mit Sorge, wie der Internet-Traffic wegen der Corona-Krise in den letzten Tagen stark angestiegen ist. Manche europäische Länder berichten von einem Anstieg von bis zu 70 Prozent, da die Bevölkerung wegen einer Ausgangssperre das Haus nicht verlassen darf. Insbesondere Videospiele und Streaming-Anbieter wurden als Grund für den erhöhten Traffic ausgemacht. Nun hat es erste Gespräche zwischen der EU-Kommission und Netflix-Chef Reed Hastings gegeben.

Gesprochen wurde über mögliche Wege, um die Belastung des Internets zu begrenzen, damit genug Kapazitäten für die Arbeit im Home Office sowie für mögliche Katastrophenkommunikation bleibt. Diskutiert wurde dabei auch die Möglichkeit, dass Netflix die Qualität der Videostreams heruntersetzen könnte. Videos mit 4K-Auflösung benötigen deutlich mehr Bandbreite als HD-Auflösung oder die von Netflix angebotene Standardauflösung („Basis-Qualität)“. Bei starker Auslastung könnte der Betreiber auch gezwungen werden, auf 4K- und HD-Streaming zu verzichten. Von einer gänzlichen Abschaltung des Videodienstes ist derzeit aber nicht die Rede.

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Netflix ist zwar der größte Anbieter im Bereich der Videostreams und sorgt bislang vor allem in den Abendstunden für sehr viel Traffic, doch auch andere Unternehmen wurden von der EU laut golem.de aufgerufen, mit den jeweiligen Providern vor Ort zusammenzuarbeiten. Möglicherweise soll der Datendurchsatz zumindest in der Spitze begrenzt werden, um das Arbeiten im Home Office nicht auszubremsen.

Diese Serien sind gerade neu bei Netflix gestartet:

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Besonders heikel ist bei Netflix, dass sich der Anbieter eine höhere Auflösung von seinen Kunden extra bezahlen lässt. Sollte dieser Vorteil nicht mehr gegeben sein, gäbe es für Kunden – zumindest zeitweise – keinen Grund mehr dafür, ein teureres Abonnement abzuschließen. Andere Streaming-Anbieter wie Amazon Prime Video oder das bald startende Disney Plus bieten standardmäßig die höchstmögliche Auflösung an.

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Corona-Krise: Internet-Traffic steigt in ganz Europa

Zu Hause gebliebene Schüler, die Fortnite spielen möchten, deutlich mehr Videokonferenzen und die Arbeit im Home Office sorgen derzeit dafür, dass der Internet-Traffic in ganz Europa ansteigt. In Spanien berichten Provider von einem Plus von 40 Prozent, im ebenfalls abgeriegelten Italien sind es zeitweise sogar 70 Prozent gewesen. Nutzer sind aufgerufen, auf „unnötige“ Downloads zu verzichten und sich lieber per Text-Chat statt per Videoanruf zu unterhalten.

In der Bilderstrecke: So könnt ihr mobiles Datenvolumen einsparen.

In der Schweiz werden Kunden gebeten, „verantwortungsvoll“ mit Internet und Mobilfunk umzugehen. Auch hier berät die Politik, einzelne Dienste zeitweise abzuschalten, um mehr Kapazitäten frei zu bekommen. In Deutschland sieht sich die Deutsche Telekom gut gerüstet, auch die Betreiber des wichtigen Internetknotens DE-CIX sehen trotz Rekordwerten beim Traffic keinen Grund zur Sorge.