Zu welchem Zweck darf die Hupe außerorts benutzt werden? Diese Frage wird euch bei der Führerscheinprüfung begegnen - sie ist Teil des amtlichen Fragebogens der Theorieprüfung. In diesem Ratgeber erfahrt ihr die richtige Antwort - und was passiert, wenn ihr gegen die Regel verstoßt.

 

Ratgeber

Facts 

Video: Autoscout24 für Android im Test

AutoScout24 für Android - App-Test - androidnext.de

Bei der Führerscheinprüfung stehen zahlreiche Fragen zur Auswahl, deren Antwort nicht auf den ersten Blick ersichtlich ist. Neben eher technischen Fragen werdet ihr auch über bestimmte Verhaltensweisen ausgefragt, die im Straßenverkehr zulässig - oder eben nicht zulässig - sind. Eine beliebte Frage betrifft den Einsatz der Hupe am Auto und ihren Einsatz: Zu welchem Zweck darf die Hupe außerorts benutzt werden. Hier erfahrt ihr die richtige Antwort.

Bilderstrecke starten(42 Bilder)
41 Beweise dafür, dass die Welt Linkshänder hasst

Zu welchem Zweck darf die Hupe außerorts benutzt werden: Frage 1.2.16-101 Amtlicher Fragenkatalog

Bei einer falschen Antwort in der theoretischen Fahrprüfung seid ihr einen guten Schritt vom Führerschein entfernt - daher solltet ihr keinen Fehler riskieren und dem Prüfer zeigen, dass ihr fit für den Straßenverkehr seid. Diese Antwortmöglichkeiten stehen bei Frage 1.2.16-101 des Amtlichen Fragenkatalogs „Zu welchem Zweck darf die Hupe außerorts benutzt werden“:

  • Als Warnsignal
  • Als Überholsignal
  • Als Rufzeichen

Von den drei Auswahlmöglichkeiten sind genau zwei Antworten richtig (hier in grün markiert).

Hupen außerorts als Überholsignal und zur Warnung

Entgegen einem weit verbreiteten Vorurteil ist die Hupe nicht dazu da, um Freunde oder andere Verkehrsteilnehmer zu grüßen. Auch wenn die Hupe gerade in südlichen Ländern oft dazu verwendet wird - in erster Linie soll die Autohupe als Warnsignal dienen. Wenn jeder nach Lust und Laune hupen würde, würde diese Warnung irgendwann kaum noch auffallen - ganz abgesehen von der Lärmbelästigung, die dadurch entsteht.

  • Antwortmöglichkeit 1 Als Warnsignal ist daher richtig.
  • Antwortmöglichkeit 2 Als Überholsignal ist ebenfalls richtig - allerdings dürft ihr die Hupe nur außerorts benutzen um ein Überholmanöver anzukündigen. Innerhalb von Ortschaften würde damit zuviel Lärm entstehen.
  • Antwortmöglichkeit 3 ist aus oben genannten Gründen falsch.

Soviel zu den Antworten in der Theorieprüfung. Bleibt die Frage: Was passiert eigentlich, wenn man gegen diese Vorschriften im tatsächlichen Verkehr auf der Straße erwischt wird? Drohen hohe Bußgelder und muss man mit Punkten in Flensburg rechnen?

Unerlaubt Hupen - Diese Strafen drohen

Autofahrer können andere Verkehrsteilnehmer entweder mit optischen oder akustischen Warnzeichen über etwaige Gefahren oder Risiken benachrichtigen. Das Hupen zählt zu den akustischen Warnsignalen und darf außerhalb von Ortschaften aus oben genannten Gründen benutzt werden. Wer hingegen unerlaubt hupt und das Warnzeichen missbräuchlich einsetzt, riskiert einen Bussgeldbescheid.

Hier der Überblick über einige mögliche Strafen bei missbräuchlicher Verwendung von Warnzeichen

VerstoßPunkteBußgeldFührerscheinentzug bzw. Fahrverbot
Ohne Anlass gehupt05 Euronein
Mit Belästigung (innerhalb von Ortschaften)010 Euronein
Ohne Anlass Leuchtzeichen gegeben010 Euronein
Mit Belästigung (innerhalb von Ortschaften)010 Euronein
Ohne Anlass Warnblinklicht eingeschaltet05 Euronein
Hup-Konzert010 Euronein

Richtig teuer wird es bei unerlaubtem Hupen zwar nicht, dennoch solltet ihr es aus diesen Gründen vermeiden:

  • Hupsignale können Anwohner und andere Verkehrsteilnehmer belästigen.
  • Hupen kann darüber hinaus auch andere Verkehrsteilnehmer verwirren.
  • Dadurch können Unfälle enstehen, von denen ihr möglicherweise auch selbst betroffen sein könnt.
  • Ihr solltet euch daher aus gesundem Eigeninteresse an die gesetzlichen Vorschriften halten.

Lest bei uns auch die Antwort auf die Frage: Warum ist scharfes Anfahren zu vermeiden?

Bildquellen: kryzhov

Umfrage: Refurbished oder Neuware?

GIGA-Redaktion
GIGA-Redaktion, eure Experten für den digitalen Alltag.

Ist der Artikel hilfreich?