Was ist ein Subjekt? Diese Erklärung verstehen alle!

Kristina Kielblock

Man verwendet sie jeden Tag und doch ist ihr Aufbau und ihre Struktur für viele Sprachbenutzer ein Buch mit sieben Siegeln: die Grammatik. Das Subjekt ist als Satzglied ein Teil der Lehre zum Satzaufbau, der Syntax. Der folgende Ratgeber hilft euch zu verstehen, was ein Subjekt genau ist, warum es von unterschiedlichen Wortarten repräsentiert werden kann und wie ihr es als solches in einem Satz bestimmen könnt. 

Viele sind bereits verwirrt, wenn sie das Wort Grammatik hören und haben Schwierigkeiten die Begriffe zur Beschreibung syntaktischer Strukturen zu verstehen bzw. auseinander zu halten. Hat man aber einmal das Grundprinzip der Fügung von Satzteilen und ihren Zusammenhang zu den unterschiedlichen Wortarten verstanden, gibt es eigentlich keine Probleme mehr, die einzelnen Satzglieder einwandfrei zu analysieren.

Was ist ein Subjekt? Syntaktisches Glied vs. Wortart

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Wohl eines der häufigsten Missverständnisse auch unter muttersprachlichen Sprachbenutzern ist die Annahme, dass Wortart und syntaktische Funktion auf eine spezifische Weise zusammenhängen. Konkret drückt sich das in der Annahme aus, das Subjekt wäre immer identisch mit einem Substantiv - auch Nomen oder Hauptwort genannt. Das führt natürlich zwangsläufig zu Verwirrung bei der Satzgliedbestimmung, denn das ist nicht wahr. Noch konfuser wird es dann, wenn die grammatikalischen Fälle miteinbezogen werden, denn das Subjekt steht immer im Nominativ.

was ist ein subjekt

  1. Das Subjekt ist als Satzglied Teil der Syntax.
  2. Das Subjekt wird oftmals als der Satzgegenstand bezeichnet, denn es drückt aus wer oder was etwas tut, geschehen lässt oder erleidet.
  3. Das Subjekt steht immer im Nominativ, dem sogenannten ersten Fall.
  4. Satzglieder können u.a. mithilfe von Fragen bestimmt werden, im Falle des Subjekts ist es die Frage: Wer oder was (tut oder erleidet)?
  5. Das Subjekt ist sehr häufig ein Eigenname (GIGA) oder ein Substantiv (Internet), aber das muss nicht der Fall sein. Es kann beispielsweise auch von einem Pronomen (er/sie/es) oder einer Nominalisierung repräsentiert werden (das Arbeiten).
  6. Beispiel: Das Arbeiten bei GIGA geht nicht ohne Internet. Analyse: Wer oder was geht nicht? Das Arbeiten
  7. Beispiel: GIGA ist mein Arbeitgeber. Analyse: Wer oder was ist der Arbeitgeber? GIGA
  8. Beispiel: Ich arbeite manchmal nicht schnell genug. Analyse: Wer oder was arbeitet nicht schnell genug? Ich

Die Beispiele konnten hoffentlich zeigen, dass die Wortart bei Ermittlung des Subjekts nur bedingt weiterhilft, um sicherzugehen, müsst ihr das Satzglied erfragen.

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Was ist ein Subjekt? Die Komplexität lässt sich steigern

Ein Subjekt muss nicht immer aus genau einem Wort bestehen. Ein Satz kann auch mehrere Subjekte haben bzw. kann das Subjekt auch aus einem ganzen Satz bestehen:

  1. Ganze Nebensätze können das Subjekt bilden und auf die gleiche Weise erfragt werden. Beispiel: Wer schnell arbeitet, wird bei GIGA sehr geliebt. Analyse: Wer oder was wird bei GIGA sehr geliebt? Wer schnell arbeitet. Der ganze Nebensatz ist das Subjekt des Gesamtsatzes.
  2. Mehrere Subjekte können in einem Satz auftreten: Beispiel: DHL, Telekom, UPS, Deutsche Bahn, Targobank und andere Unternehmen wurden als Camouflage für gefälschte Phishing-Mails missbraucht. Analyse: Wer oder was wurde missbraucht? DHL, Telekom, UPS, Deutsche Bahn und andere Unternehmen.
  3. Subjekte können noch sogenannte Attribute bei sich haben, man spricht dann von Subjektsgruppen mit einem Kern: Beispiel: Der völlig entsetzte Chef des Unternehmens muss den neuen PR-Mitarbeiter entlassen. Analyse: Wer oder was muss entlassen? Der Chef (Kern) des Unternehmens (Teil der Subjektgruppe, hier: Genitivattribut).

Bildquelle: Dictionary Definition, Grammar Sign Series via Shutterstock.com

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