In Days Gone kannst du kinderähnliche Zombies töten und einige finden es uncool

Kamila Zych 5

Anfang Februar 2019 hat Sony PlayStation auf seinem offiziellen YouTube-Kanal eine dreiteilige Trailer-Reihe zu Days Gone veröffentlicht. Darin werden unter anderem die sogennanten Krabbler (auf Englisch: Newts) vorgestellt; kinderähnliche Freaker, die du wie alle anderen bekämpfen und töten kannst. Damit scheinen einige Menschen ein Problem zu haben.

In einem Interview mit Stevivor stellte Emmanuel Roth von SIE Bend Studio klar, dass es sich bei den besagten Gegnern um keine Kinder handelt: Wirklich, sie sind mehr eine Art kriechende Lebewesen […]. Es ist eine Variation der Kreatur-Arten, die wir anbieten.“ Weiter heißt es:

„Sie sind interessante Wesen. Sie fürchten sich vor den größeren Freakern; sie müssen sich auf den Dächer schützen – um sich von den Schwärmern zu entfernen, die sie verfolgen und sich von ihnen ernähren. Aber sie sind trotzdem gefährlich – sie werden auf Deacons Gesundheit achten; wenn deine Gesundheit niedrig ist, werden sie auf dich springen und dich angreifen. Wir verstecken einige hier und da, um den Spieler zu überraschen.“

Falls du dir die Krabbler noch einmal genauer ansehen willst, schau dir gerne den Trailer zu Days Gone an:

Days Gone: Die Welt von Days Gone #3 - Kampf ums Überleben.

Das sagt John Garvin von Bend Studio

Auch mich haben die Krabbler auf den ersten Blick sofort an Kinder erinnert, weshalb ich während eines Anspiel-Events in Berlin den Creative Director John Garvin zu dem Thema befragt habe. Er traf eine ähnliche Aussage, wie sein Kollege Roth:

„Die Art und Weise, wie ich über die Krabbler denke ist: Sie sind keine Kinder, sie sind Jugendliche. Für mich geht es nicht darum, wie alt sie sind, es geht darum wie schwach sie sind. Wir wollten einen Gegner-Typ […] der erwachsene Schwärmer nicht bekämpfen kann. Und was du bemerkst, wenn du das Spiel spielst ist, dass Freaker sich auch gegenseitig angreifen. Also sind sie nicht einmal sicher vor sich selbst. Wir wollten einen Gegner-Typen, der den Spieler nicht frontal angreift.

Es ist also nicht so, dass du sie fürchten musst, du musst dir ihnen bewusst sein. Wenn deine Gesundheit niedrig ist oder ihren Bereich eindringst, dann werden sie dich angreifen. Sie sind immer noch gefährlich und sie sind im Grunde eine andere Art und Weise für uns zu zeigen, dass das Virus nichts verschont hat.

Und eine andere Sache, die wir machen wollten war, sie gruselig aussehen zu lassen. Denn wir wollten wirklich den Fakt hervorheben, dass sie nicht mehr menschlich sind. Sie haben etwas animalisches an sich; die Art wie sie sich bewegen, sich anhören, sich verhalten. Ich hoffe das lässt sie weniger wie Kinder wirken, weil das ist nicht die Art und Weise was ich von ihnen halte.“

Beim Spielen selbst scheint es dir oft möglich zu sein, Krabbler zu umgehen, trotzdem bin ich mein Anspielen schon auf eine Situation gestoßen, in der ich keine andere Wahl hatte, als einen Krabbler zu töten. Während einige Menschen damit offensichtlich ein Problem haben, sehen es andere wiederum nicht so kritisch.

„Ja, ich bin nicht wirklich ok mit einem Videospiel, dass mich Kinder töten lässt, auch wenn sie ‚wild‘ und ‚zombifiziert‘ sind.“

„Regen sich Leute wirklich über die Krabbler in Days Gone auf? ‚ABeR eS sInD kInDeR!!‘ Nein. Es sind Texturen und Polygone. Chillt.“

Welche postapokalypstischen Spiele es sonst noch so gibt, erfährst du hier.

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Nicht das erste Spiel mit Kindern als Gegner

Es ist darüber hinaus anzumerken, dass Days Gone nicht das erste Spiel ist, in dem du Kinder oder kinderähnliche Kreaturen bekämpfst. In Dead Space krabbeln beispielsweise sogenannte Lurker – Nekromorphs in Säuglingsgestalt – an Wänden herum. In The Forest wirst du von Mutanten-Babies angegriffen.

Wie stehst du zu Kindern oder kinderähnlichen Feinden in Spielen? Findest du es in Ordnung, dass sie angegriffen und sogar getötet werden können oder sollte die Option nicht vorhanden sein? Wir sind gespannt, was du zu dem Thema denkst.

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