Was Apple 2020 für den Mac plant: Größte Änderung seit über 10 Jahren

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Apples Macs haben bereits viele Umstellungen miterlebt. Nachdem man sich im Jahr 2005 erstmals öffentlich dazu äußerte, Intel-Prozessoren zu verwenden, steht nun offenbar die nächste große Wende vor der Tür.

Was Apple 2020 für den Mac plant: Größte Änderung seit über 10 Jahren
Bildquelle: Holger Eilhard/GIGA.

Intel soll sich intern auf erste ARM-Macs im Jahr 2020 vorbereiten

Steve Jobs kündigte im Jahr 2005 auf der WWDC persönlich an, dass man in Zukunft Macs mit Intel-Prozessoren anbieten werde. Im Januar 2006 folgten dann die ersten Geräte in Form eines MacBook Pro mit 15-Zoll-Display und dem iMac. Über das gesamte Jahr hinweg präsentierte man diverse Updates der existierenden Macs. Die letzten Modelle mit einer Intel-CPU waren ein neuer Xserve und der erste Mac Pro im August 2006.

Dies war aber nicht der erste Wechsel der Architekturwechsel. Bevor man von IBMs PowerPC zu Intels Angeboten umstellte, vollzog man bereits in den 90ern einen Wechsel von Motorola 680X0 zum PowerPC. Nun steht uns aber offenbar der nächste große Wechsel bevor, diesmal zu hauseigenen ARM-Chips, die bereits aus iPhone und iPad bekannt sind.

Wie Axios (via MacRumors) berichtet, bereitet sich Intel etwa intern angeblich darauf vor, dass Apple die Umstellung bereits im kommenden Jahr beginnen könnte. Für den Chip-Giganten würde der Wegfall von Apple als Kunden einen wichtigen Verlust darstellen, auch wenn der Mac-Hersteller nur für fünf Prozent des Jahreseinkommens verantwortlich ist.

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Adios Intel: Mehr Performance aus eigenen Prozessoren

Die Berichte um Apples Umstellung zu den eigenen ARM-Chips halten bereits seit Jahren an. Grund dafür sind nicht zuletzt die Performancesprünge, die man seit einigen Jahren im iPhone und iPad beobachten kann. In diversen Benchmarks lassen die Tablets schon heute die Konkurrenz hinter sich. Hinzukommt die Abhängigkeit Apples von einem Unternehmen, in diesem Fall Intel. In der Vergangenheit gab es immer wieder Gerüchte, dass Apple die Vorstellung neuer Macs verschieben musste, weil Intel die versprochenen Chips nicht liefern konnte.

In aktuellen Intel-Macs kommen aber schon heute Apples eigene Chips, in abgespeckter Form, zum Einsatz. Apples T2-Chip ist im aktuellen iMac Pro, MacBook Pro, MacBook Air und dem jüngsten Mac mini zu finden und übernimmt dort unter anderem die Verantwortung für die Steuerung der SSD oder der Sicherheit mit Hilfe von Touch ID.

Dem Umstieg auf ARM-Macs sollen des Weiteren Änderungen an den Apps helfen. So arbeitet man bei Apple unter dem Codenamen „Marzipan“ daran, iOS-Apps auf den Mac zu bringen. Eine erste Vorschau gab man mit vier Apps in macOS Mojave. Für die kommende WWDC, die sehr wahrscheinlich wieder im Juni stattfinden wird, erwartet man weitere Details zu diesem Projekt.

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