Xperia-Handys: Sony löst Smartphone-Abteilung auf – so geht es jetzt weiter

Peter Hryciuk 2

Das japanische Unternehmen Sony steht vor einem Umbruch. Gestern wurde bekannt, dass der langjährige CEO aufhört und die Produktion der Smartphones zur Kostenersparnis verlagert werden soll. Heute gibt es zwei weitere Hiobsbotschaften. Die Smartphone-Abteilung „Sony Mobile“ wird aufgelöst. Verbunden damit wird bis 2020 die Hälfte der Angestellten dieses Bereichs entlassen. War es das mit den Xperia-Handys?

Xperia-Handys: Sony löst Smartphone-Abteilung auf – so geht es jetzt weiter

Sony: Smartphone-Abteilung wird mit TV- und Kamera-Sparte zusammengeführt

Sony hat per Pressemitteilung verkündet, dass die bisher eigenständig arbeitende Smartphone-Abteilung „Sony Mobile“ aufgelöst und mit der TV- und Kamera-Abteilung in „Electronics Products and Solutions“ zusammengelegt wird – berichtet Golem. Offiziell sollen dadurch neue Synergien und bessere Produkte entstehen. Kritiker glauben, dass Sony so die hohen Verluste des Smartphone-Geschäfts verschleiern möchte. Die Umstrukturierung gilt ab dem 1. April 2019. Geleitet wird die Abteilung von Ishizuka Shigeki, der bisher für die Speicher- und Imaging-Abteilung zuständig ist.

Im gleichen Zusammenhang berichtet Xperia-Blog, dass Sony bis 2020 die Hälfte der Mitarbeiter der Smartphone-Abteilung entlassen will. Vielmehr sollen die Ressourcen, die bereits vorhanden sind, besser genutzt werden.

Vor allem bei Smartphone-Kameras hat Sony noch viel aufzuholen: 

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Wie geht es jetzt weiter mit den Sony-Handys?

Die Ankündigung bedeutet nicht, dass die Smartphone-Abteilung jetzt am Ende ist. Im Optimalfall profitieren die Abteilungen wirklich voneinander und die Kunden bekommen bessere Produkte. So wurde auch das Xperia 1 in Kooperation mit der Alpha-Sparte entwickelt. Zuvor haben die einzelnen Abteilungen eher gegeneinander statt miteinander gearbeitet. Andererseits könnten die schlechten Verkaufszahlen der Sony-Handys dafür sorgen, dass die Handy-Sparte immer weiter in den Hintergrund gerät. Sony beteuert zwar immer wieder, dass man auch zukünftig Smartphones entwickeln wolle – ewig wird das Unternehmen mit den Verlusten aber nicht leben können.

Die Umstrukturierung könnte damit zusammenhängen, dass der Sony-CEO gestern angekündigt hat, das Unternehmen zu verlassen. Weiterhin sollen Sony-Smartphones zukünftig in Thailand statt in China gebaut werden. So will das Unternehmen Produktionskosten sparen. Eventuell könnten dadurch die Preise für die Kunden sinken. Das wird sich aber wohl frühestens in der nächsten Smartphone-Generation zeigen. Was sagt ihr zu diesem Umbau?

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