Sparkasse und Volksbank äußern sich zu Google Pay – und Apple Pay

Johann Philipp 4

Google Pay ist offiziell in Deutschland gestartet. Der große Nachteil: Es werden nur wenige Banken unterstützt. Die Sparkasse äußert sich nun und setzt lieber auf den eigenen Dienst.

Sparkasse und Volksbank äußern sich zu Google Pay – und Apple Pay
Bildquelle: Highwaystarz-Photography / Getty Images.

Update vom 28.06.2018, 09:55 Uhr: Die Sparkasse äußert sich erneut auf ihrem Twitter-Kanal und berichtigt die Aussage zu Apple Pay:

Es scheint so, als sei auch Apple Pay nicht mehr interessant. Das klang gestern noch anders, wie ihr im Artikel unten lesen könnt. Die Sparkasse möchte sich nun doch auf die eigene App konzentrieren.

Originalartikel:

Sparkassen geben Google Pay Absage und setzten auf Apple Pay

Mit dem Smartphone an der Kasse bezahlen und das Porte­mon­naie zu Hause lassen, es könnte so schön sein. Wer Google Pay nutzen will, kann die App boon nutzen oder muss eine Kreditkarte einer unterstützten Bank besitzen – und davon gibt es nicht viele. Zum Start sind nur Karten der Commerzbank, Comdirect, N26 und Wirecard freigeschaltet.

Die Sparkasse gehört nicht dazu. Viele Kunden hoffen wohl darauf, dass sie später hinzukommen. Doch mit einem Tweet stirbt diese Aussicht. Auf dem offiziellen Sparkassen-Kanal heißt es: „Eine Kooperation mit Google ist in Deutschland keine Option.“

Harte Worte, die nicht darauf schließen lassen, dass sich daran in Zukunft etwas ändert. Stattdessen will die Bank demnächst ihre eigene App namens „Mobiles Bezahlen“ an den Start bringen und ihren Kunden lieber damit die Möglichkeit bieten, mit dem Smartphone Einkäufe zu erledigen.

Einen ähnlichen Weg verfolgen auch die Volksbanken. Sie gehen der Frage, ob sie Google Pay unterstützen, allerdings etwas aus dem Weg. Im Grunde gibt man keine Antwort, man nennt nur eine Alternative für Google Pay.

Sparkasse setzt auf Apple Pay

Mit der Konkurrenz sieht es dagegen viel besser aus. Auf Nachfrage eines Twitter-Nutzers meint die Sparkasse: „Wir sind grundsätzlich an Apple Pay interessiert.“ Da stellt sich die Frage, warum die Bank gegenüber Google so strikt auftritt und mit Apple dagegen kooperieren möchte? Die genauen Gründe lassen sich nur vermuten:

Für die Sparkasse könnte es einen Unterschied machen, wie das Geschäftsmodell des jeweiligen Konzerns aussieht. Google verdient Geld mit Werbung und den Daten der Nutzer. Apple hingegen finanziert sich vorrangig mit den Verkäufen von Hardware. Im Gegensatz zu Google, gibt Apple den NFC-Chip der iPhones auch nicht für Drittanbieter-Apps frei. Der Umgang mit den Nutzerdaten könnte beim sensiblen Thema Banking also den Ausschlag geben.

Apple lässt sich aber auch weiterhin Zeit mit der Einführung des Dienstes in Deutschland. Vielleicht wollen sich die Banken aber auch noch nicht so schnell geschlagen geben, weil sie wissen: Wenn sie einen der großen Dienste unterstützen, ist ihre eigene App tot.

Quellen: AndroidPit, GoogleWatchBlog

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